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Radevormwald: Ford Wiluda baut neuen Standort auf 6000 Quadratmetern

Wirtschaft in Radevormwald : Ford Wiluda erweitert den Standort Rade

Auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern erweitert das Autohaus Ford Wiluda den Standort in der Bergstadt. Entstehen werden unter anderem eine große Ausstellungsfläche, fünf Werkstatt-Arbeitsplätze und eine Direktannahme.

Das Autohaus Wiluda erweitert sich am Standort Radevormwald durch einen Neubau an der Margaretenstraße. Am Dienstagmorgen fand der Spatenstich statt, dazu waren neben den Bauherren des Unternehmens auch Vertreter der Verwaltung auf die Baustelle gekommen. Bei sonnigem Wetter – und vor der landschaftlichen Bilderbuchkulisse des oberen Uelfetals – griff man unter dem Klicken der Kameras zum Spaten, symbolisch natürlich, denn im Hintergrund laufen bereits die Arbeiten, durchgeführt vom Generalunternehmer Hemsing aus Stadtlohn.

Zuvor hatte es einige kurze Ansprachen gegeben. Dirk Mikoteit, Geschäftsführer am Standort Radevormwald, erklärte: „An diesem Standort befand sich ein Wohnhaus mit Servicebereich, der nicht mehr gebraucht wurde.“ Nach dem Abriss werde nun auf rund 6000 Quadratmetern ein neues Gebäude entstehen, „und zwar auch energetisch auf dem neuesten Stand, etwa mit Wärmepumpentechnik und Photovoltaik“, betonte Mikoteit. Am Ende sollen für die Kunden und Mitarbeiter eine rund 500 Quadratmeter große Ausstellungsfläche, fünf Werkstatt-Arbeitsplätze, eine Direktannahme, zwei Reifenwechselplätze und ein Platz für die Aufbereitung der Fahrzeuge bereitstehen. Natürlich ist man für das Thema Elektromobilität vorbereitet, acht Ladepunkte für Elektrofahrzeuge soll es ebenfalls geben.

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Radevormwalds Bürgermeister Johannes Mans erklärte, er freue sich ungemein, dass das Vorhaben in diesen schwierigen Zeiten umgesetzt werde. „Das Projekt war seit längerem geplant und wurde in den Gremien diskutiert“, blickte Mans zurück. Nun würden die Pläne verwirklicht, eine gute Nachricht für die wirtschaftliche Infrastruktur in Radevormwald.

Reiner Irlenbusch, Geschäftsführer der Bergland-Gruppe, zu der Ford Wiluda gehört, sprach in seiner Rede einige grundsätzliche Themen an. Das Vorhaben sei tatsächlich schon seit längerem geplant gewesen, „da haben Sie einen wunden Punkt berührt“, meinte Irlenbusch. Trotz der aktuellen problematischen wirtschaftlichen internationalen Lage setze die Bergland-Gruppe aber weiter auf das Projekt. „Radevormwald war in den vergangenen  Jahren einer unserer erfolgreichsten Standorte“, betonte der Geschäftsführer der Holding, nicht zuletzt dank des Teams vor Ort. „Daher investieren wir hier nun vier Millionen Euro.“ Die Präsenz vor Ort, die Beratung durch fachkundige Mitarbeiter sei durch den Online-Handel kaum zu ersetzen, sagte Irlenbusch. Außerdem belaste der Versand der Produkte die Umwelt, während stationärer Handel die Ressourcen schone.

Und außerdem: Schwierig seien die Zeiten auch vor rund 25 Jahren schon gewesen, sagte der Unternehmer und hatte als Beweis die Kopie eines Artikels der Bergischen Morgenpost aus dem Jahr 1998 dabei, der zum Anlass der Übernahme des Autohauses Wiluda durch die Firma Bergland erschienen war.

Dirk Mikoteit nutzte scherzhaft die Gelegenheit „vor Zeugen“, Generalunternehmer Jens Hemsing das Versprechen abzunehmen, dass die Bauarbeiten vor Jahresende beendet sein sollen. Die Neueröffnung ist somit für Anfang 2023 geplant. Bis dahin, versichern die Geschäftsführer, können die Kunden weiterhin vor Ort den gewohnten Service bekommen, dies sei auch während der Bauarbeiten sichergestellt. Mikoteit wies außerdem darauf hin, dass das Unternehmen eine größere Fläche an der Margaretenstraße erworben habe, auf der ein neuer Parkplatz entstehen soll.