Radevormwald: Förderprogramm der NRW.Bank ermöglicht zahlreiche Modernisierungen

Förderprogramm : Wie „Gute Schulen 2020“ Rade verändert

Das Förderprogramm hat zahlreiche Modernisierungen in Rade ermöglicht. Viele davon an der Sekundarschule.

In den vergangenen drei Jahren hat sich in der Rader Schullandschaft einiges getan. Modernisierungsmaßnahmen haben die Gebäude der weiterführenden Schulen, aber auch die der Grundschulen, auf den neuesten Stand gebracht. Zahlreiche Maßnahmen wurden durch das Förderprogramm „Gute Schulen 2020“ finanziert, das 2016 durch das Land NRW gemeinsam mit der NRW.Bank ins Leben gerufen wurde, um die kommunale Schulinfrastruktur zu stärken. Von den insgesamt zwei Milliarden Euro Förderungssumme, sind seit 2017 etwa 900.000 Euro in Radevormwald gelandet. Bis Ende nächsten Jahres sind es 1,1 Millionen Euro.

Am Donnerstagmorgen besuchte Michael Stölting, Vorstandsmitglied der NRW.Bank, gemeinsam mit Bürgermeister Johannes Mans und Vertretern der Stadtverwaltung die Sekundarschule an der Hermannstraße. Vor Ort wurde ihm von Schulleiterin Sandra Pahl gezeigt, welche Maßnahmen unter anderem durch „Gute Schulen 2020“ ermöglicht wurden. „Wir haben Differenzierungsbereiche in unseren Klassenräume eingerichtet, die uns dabei helfen auf die individuellen Bedürfnisse unserer Schüler einzugehen. Außerdem sind wir technisch sehr gut ausgestattet“, sagt sie.

Die Sekundarschule erhielt 2017 vier Active Boards, welche die altmodischen Tafeln ersetzt haben. Dass die Sekundarschule so gut ausgestattet ist, wirkt sich nicht nur positiv auf die Schüler, sondern auch auf das Lehrerkollegium aus. „Wir können uns in Zeiten des Lehrermangels nicht beklagen. Obwohl Rade ein Randgebiet ist, entscheiden sich gute Lehrer aus den Ballungsräumen für unsere Schule, weil sie hier ganz anders arbeiten können“, sagt die Schulleiterin.

Bürgermeister Johannes Mans weiß, dass Schulen ein wichtiger Standortfaktor für eine Stadt sind und die Zukunft des Bundeslandes in der Bildung der Kinder und Jugendlichen liegt. „Die 900 000 Euro, die in Radevormwald bereits angekommen sind, sprechen eine deutliche Sprache. Den Großteil davon haben wir 2017 und 2018 ausgegeben, aber auch dieses und nächstes Jahr profitieren wir von der Förderung“, sagt er.

Bürgermeister Mans hat „Gute Schulen 2020“ als „hochwirksame Unterstützung“ wahrgenommen, die der Stadt Radevormwald eine finanzielle Entlastung ermöglicht hat. „Die NRW.Bank ermöglicht den Kommunen eine Finanzierung ohne Rückzahlung, denn darum kümmert sich das Land NRW“, erklärt Michael Stölting. Für ihn werden die Förderungssummen bei Schulbesuchen, wie dem an der Hermannstraße, von abstrakten Zahlen zur Realität. „Ich gucke mir gerne an, was mit dem Geld verändert werden konnte“, sagt er.

Seit 2017 hat das Programm die Sanierung und den Umbau von Gebäudeteilen von Schulen finanziert, aber auch ihre Ausstattung im digitalen Bereich. Michael Stölting nutzte den Besuch in Radevormwald auch, um zusammen mit Johannes Mans das Schild „Gute Schule“ an der Fassade der Sekundarschule aufzuhängen, das an die Förderungen der vergangenen Jahre erinnern soll. 2020 wird Radevormwald die letzten Darlehensummen aus dem Förderungsprogramm erhalten.

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