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Radevormwald: Fördermittel sollen Park verschönern

Grünanlage in Radevormwald : Fördermittel sollen Park verschönern

Der Heimat- und Verkehrsverein bewirbt sich mit dem Projekt „Kultur, Kunst und Völkerverständigung im Parc de Châteaubriant“ um Mittel des Programms „Leader Bergisches Wasserland“. Die Entscheidung fällt im November.

Der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) in Radevormwald hatte bereits im Juli angekündigt, dass er sich für die Attraktivität des Parc de Châteaubriant einsetzen möchte. Nicht zuletzt durch Vandalismus war die Grünanlage zuletzt negativ in die Schlagzeilen geraten.

Nun bestätigt Martin Deubel, verantwortlich für das Förderprogramm „Leader Bergisches Wasserland“, dass der Verein tätig geworden ist. „Der Heimat- und Verkehrsverein Radevormwald bewirbt sich mit dem Projekt ,Kultur, Kunst und Völkerverständigung im Parc de Châteaubriant’. Neben einer Verschönerung und Renovierung des Gartenhauses von 1772, dem ältesten Haus der Stadt, soll der Park aufgewertet werden. Durch die Aufstellung einer großen Bank soll die Kommunikation angeregt und Veranstaltungen im Park erleichtert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Hintergrund: Die Bänke und Tische, die neben dem Gartenhaus standen und zum Picknick einluden, waren vor einigen Monaten von Unbekannten stark beschädigt und daher abgebaut worden. Diese Holzmöbel waren im Jahr 2012 aufgestellt worden, auch damals spielte ein Förderprogramm („Ab durch die Mitte“) eine wesentliche Rolle.

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Mit dem Begriff Völkerverständigung verweisen die Mitglieder des HVV natürlich auf die Freundschaft Radevormwalds mit der franzöischen Stadt, die dem Park den Namen gegeben hat. Jüngst konnten mit dem Besuch einer Rader Delegation in Frankreich die Bande nach der Corona-Zwangspause wieder neu geknüpft werden (unsere Zeitung berichtete). Kunst im Park findet sich mit Installationen, zum Beispiel „Dialog“ von André Bregnard in der Nachbarschaft des Gartenhauses. Michael Scholz hatte als Vorstandsmitglied zudem schon im Juli angekündigt, dass eine neue Möblierung des Bauwerks aus dem 18. Jahrhundert erwünscht ist, die besser zu dem Pavillon passt.

In der Leader-Region endete mit dem 24. September die zwölfte Bewerbungsrunde. Neben den Heimatfreunden aus Radevormwald haben sich auch Bewerber aus Hückeswagen (Projekt „Bergbauspielplatz Eschelsberg“) und Wermelskirchen („Seniorengarten Dabringhausen“) gemeldet. „Insgesamt würden zur Realisierung der Projekte zirka 147.000 Euro Leader-Fördermittel benötigt“, erläutert Martin Deubel. „Der Vorstand des Vereins wird in seiner Sitzung am 3. November die Bewerbungen bewerten.“ Gefördert werden könnten nur Projekte, die nach Ansicht des Vorstands einen starken Beitrag zur Erfüllung der Ziele des Vereins leisten. Als weitere Fördermöglichkeit können sich Interessierte ab Dezember 2021 um eine Förderung über das Regionalbudget bewerben.

Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums und vom Land Nordrhein-Westfalen. Der Oberbergische Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis stellen den erforderlichen Eigenanteil für die Leader Region zur Verfügung. „Bisher werden in der Leader Region 39 Projekte vorbereitet oder umgesetzt, die mit insgesamt zirka 2,3 Millionen Euro gefördert werden sollen“, teilt Martin Deubel mit. „Wenn die drei aktuellen Bewerbungen ebenfalls ausgesucht werden, wird das bereitstehende Budget von zirka 2,5 Millionen. Euro fast vollständig ausgeschöpft sein.“