1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Radevormwald: Firma Seifert erweitert im Gewerbegebiet Ost

Wirtschaft in Radevormwald : Firma Seifert erweitert im Gewerbegebiet Ost

Am Dienstag gab es einen Spatenstich für die neue Fabrikhalle. Und eine weitere Fläche wurde bereits erworben. Das in Ennepetal gegründete Unternehmen war vor zwei Jahren nach Radevormwald gezogen.

Mit einem symbolischen Spatenstich haben Eigentümer und Geschäftsführung der Firma Seifert Systems GmbH am Dienstag den Bau einer neuen Fabrikhalle begonnen. Auf dem Firmengelände an der Albert-Einstein-Straße im Gewerbegebiet Ost griffen Michael und Wibke Seifert sowie Geschäftsführer Lars Platzhoff zur Schaufel und markierten so den offiziellen Start der Arbeiten. Als Vertreter der Stadt war der Beigeordnete Simon Woywod bei der Feierstunde anwesend, ebenso der Architekt Roger Stutthoff und Tiefbauunternehmer Thomas Wild.

Die Firma Seifert stellt Klimatisierungsgeräte her. Im Jahr 2019 war das Unternehmen vom Industriepark in Gevelsberg nach Radevormwald gezogen, für die Bergstadt ein willkommener Zuwachs. Ein 5000 Quadratmeter großes Grundstück wurde erworben, ein Bürogebäude mit 250 Quadratmetern und eine Fertigungs- und Lagerfläche mit 1000 Quadratmetern errichtet. Schon damals kündigte die Geschäftsführung an, dass ein weiterer Bau von 700 Quadratmeter Fläche und weiter Einstellungen geplant seien.

  • Im Dezember 2020 waren am Bergischen
    Hückeswagen und Radevormwald sind kreisweit Spitze : Fußgänger leben eher ungefährlich
  • „Schattenspiele“ war der Einstieg in das
    Musikschule Radevormwald : Ein Konzert voller Kraft
  • In der Alten Schule in Sasserath
    Pläne in Mönchengladbach und Jüchen : Sasserather Widerstand gegen Gewerbegebiet

Bei den Inhabern und der Geschäftsführung bereut man den Umzug vor zwei Jahren nicht, denn die Firma habe sich am neuen Standort gut entwickelt, erklärte Lars Platzhoff in einer kurzen Ansprache. Auch die Corona-Pandemie habe diesen guten Trend nicht beeinträchtigt, was nicht zuletzt den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken sei. „Die Kollegen haben die letzten Monate unter Volllast ihr Bestes gegeben und an gewissen Stellen einen Drahtseilakt vollzogen, um den Versand und die Produktion trotz knappen Platzes aufrecht zu erhalten.“, erklärt dazu Lars Strempel, Leiter des Marketings.

Etwa ein Jahr sollen die Arbeiten für die neue Fabrikhalle dauern. „Mit der weiteren Produktionshalle werden weitere Lagerkapazitäten geschaffen, um die Verfügbarkeit unserer Produkte nochmals zu erhöhen; weiterhin entstehen zusätzliche Fertigungslinien für Rückkühler und Wärmetauscher ‚made in Radevormwald‘“, heißt es in einer Mitteilung der Seifert Systems GmbH zur gestrigen Feierstunde.

Das Unternehmen, das im Ennepe-Ruhr-Kreis wenig Möglichkeiten sah, sich zu erweitern, hat übrigens bereits eine benachbarte Fläche im Rader Gewerbegebiet Ost für eine Erweiterung erworben. Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt klappe in dieser Hinsicht gut, lobt der Geschäftsführer. Die Stadt habe sich flexibel gezeigt und ein „Bombenangebot“ unterbreitet. Die Entscheidung, weiter am Standort Radevormwald zu expandieren, sei daher nicht schwer gefallen.

Als die Seifert Systems GmbH vor zwei Jahren nach Radevormwald kam, startete sie vor Ort mit einer 19-köpfigen Belegschaft, aktuell arbeiten laut Lars Platzhoff nun 48 Menschen hier. Insgesamt beschäftigt Seifert an seinen internationalen Standorten rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die meisten davon auf der Mittelmeerinsel Malta, wo auch die Eigentümer Wibke und Michael Seifert ihren Wohnsitz haben.