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Radevormwald: Finale des Erntedankfestes in Önkfeld am Montag

Erntedankfest in Önkfeld : Alt und Jung feiern in Önkfeld gemeinsam

450 Senioren feierten Erntedankfest in Önkfeld. Auf Einladung der Stadt genossen sie die Stunden im Festzelt. Realschüler waren als Helfer dabei.

Die Logistik für den Seniorennachmittag in Önkfeld, der jährlich auf Einladung der Stadt organisiert wird, ist immens. Karola Johnen setzt die Einladung im Namen der Ökumenischen Initiative um und ist für den Seniorennachmittag mittlerweile unentbehrlich. Sie verschickt nicht nur alle Einladungen, sondern organisiert auch den Transport, den Kuchen und alles andere, das für den Seniorennachmittag ins Festzelt geschafft werden muss. „Ich bin gut organisiert und kenne meine Ansprechpartner. Trotzdem stecken hinter dem gesamten Nachmittag sehr viel Vorbereitung und Engagement“, sagt sie.

Nach über einem halben Jahr Organisation trafen am Montag rund 450 Senioren aus Radevormwald in Önkfeld ein. Einige von ihnen kamen in größeren Gruppen, zugehörig zu Seniorenwohnzentren oder Vereinen, andere kamen alleine und suchten sich vor Ort Gesprächspartner.

Der Seniorennachmittag ist für die Männer und Frauen in höherem Alter in Radevormwald ein Höhepunkt, denn das Festzelt ist zum Erntedankfest feierlich geschmückt und die Dorfgemeinschaft Önkfeld überrascht mit einem Bühnenprogramm. Jürgen und Wilfried Fischer von der Dorfgemeinschaft moderierten den Nachmittag, nachdem Bürgermeister Johannes Mans alle Gäste begrüßt hatte. Das Stadtoberhaupt und Vertreter der Ratsfraktionen und der Verwaltung finden das Zusammenkommen der Senioren wichtig. „Das ist ein festgesetzter Termin im Jahr, den wir nicht aufgeben können“, sagt der Bürgermeister.

Nachdem der Nachmittag mit dem traditionellen Bändertanz der Dorfjugend eröffnet wurde, zeigten die Jugendlichen Tänze auf der Bühne. Lothar Körschgen war für die musikalische Begleitung in Zusammenarbeit mit dem Chor „Serenita“ Önkfeld zuständig.

Wichtig für den reibungslosen Ablauf des Nachmittags sind außerdem die Schüler der Städtischen Realschule, die sich bei jedem Erntedankfest ehrenamtlich engagieren. Die Mädchen und Jungen aus der zehnten Jahrgangsstufe schenkten am Montag Kaffee und Kuchen aus und kümmerten sich um das Wohlbefinden der Gäste.

Für die Schülerin Dejana ist es selbstverständlich bei diesem Fest mitzuhelfen. „Das ist eine freiwillige Entscheidung von uns. Ich hatte direkt Lust dazu und helfe gerne mit“, sagt die Realschülerin. Nach dem offiziellen Teil des Nachmittages räumten sie und ihre Mitschüler alle Tische wieder ab. Karola Johnen ist für die Hilfe dankbar. „Ohne die Realschüler könnten wir die Arbeit kaum stemmen. Wir können jede helfende Hand gebrauchen“, sagt sie.

Wichtig ist bei dem Seniorentag auch immer die Ehrung der ältesten Gäste. Zusammen mit Landrätin Ursula Mahler machte sich Bürgermeister Mans auf die Suche nach der Ältesten und dem Ältesten des Festzeltes. Ilse Hedfeld, die dieses Jahr 100 Jahre alt geworden ist, gewann unter den Damen. Sie kommt seit Jahren zusammen mit ihrem Sohn nach Önkfeld und war am Sonntag auch eine der ältesten Zuschauerinnen auf dem Erntedankzug. Bei den Herren siegte zum zweiten Mal Paul Krämer, der ebenfalls 100 Jahre alt ist und es sich zum Ziel gemacht hat 102 zu werden. Im kommenden Jahr will er also noch einmal den Blumenstrauß für den ältesten Gast im Festzelt überreicht bekommen. „Das ist eine schöne Ehrung“, sagt er.

In Önkfeld verriet er auch sein Geheimnis zu einem langen Leben. „Ich esse abends immer Obst. Eine Banane und ein paar Trauben, manchmal auch ein Glas Wein. Bier trinke ich gar nicht mehr. Außerdem bin ich zu allen Menschen freundlich und aufgeschlossen. Das hilft beim Altwerden“, sagt der Radevormwalder, der nach seiner Ansprache von allen bejubelt wurde.

Nach dem Ende des Önkfelder Programms machten sich die Senioren mit erfreulichen neuen Erinnerungen wieder auf den Weg nach Hause.