Radevormwald: Falsche Enkelin erbeutet Bargeld in Krebsöge

Trickbetrug in Radevormwald : Falsche Enkelin erbeutet Bargeld in Krebsöge

Die Polizei sucht Zeugen für einen dreisten Enkeltrick-betrug am Donnerstagnachmittag in Krebsöge.

Dreister Enkeltrick-Betrug in Krebsöge am Donnerstagnachmittag: Unbekannte Täter erbeuteten dabei Bargeld, teilt Polizeipressesprecher Michael Tietze mit. Was war passiert? Eine junge Frau hatte sich gegen Mittag telefonisch bei ihrem Opfer gemeldet und sich als Enkelin vorgestellt. Sie sei gerade in einem Autohaus und benötige noch dringend Bargeld. „Dabei schilderte sie ihr Anliegen am Telefon so überzeugend, dass ihr argloses Opfer Geld von der Bank abhob und dieses gegen 16 Uhr an einen angeblichen Notar übergab, der das Geld im Auftrag an der Haustüre abholte“, berichtet Tietze. Der Komplize der Anruferin war etwa 50 Jahre alt, knapp 1,60 Meter groß und korpulent. Er war augenscheinlich südländischer Herkunft, hatte dunkle Haare, einen ausländischen Akzent und trug dunkle Kleidung. Die Polizei sucht Zeugen, die zwischen 12 und 16 Uhr im Bereich Krebsöge verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt haben. Sie sollten sich beim Kriminalkommissariat 3 unter Tel. 02261 81990 melden.

Michael Tietze warnt eindringlich vor dieser Masche, denn immer wieder seien Betrüger mit diesem Trick erfolgreich. Durch einen geschickten Gesprächseinstieg (Beispiel: „Weißt du wer hier ist?“) würden die Täter ihrem Opfer einen Namen entlocken, den sie im weiteren Verlauf anwenden, um eine Vertrauensbasis aufzubauen. „Anschließend schildern die Betrüger immer eine Situation, in der sie umgehend Geld benötigen und liefern gleichzeitig eine Erklärung mit, weshalb sie das Geld nicht selbst abholen können, da der Betrug ja dann sofort aufflöge“, schildert Tietze. Betrüger seien sehr erfindungsreich und würden immer neue Maschen entwickeln, um ihre Opfer hinters Licht zu führen. „Mit einem einfachen Verhaltensgrundsatz lassen sich derartige Taten verhindern: Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an fremde Menschen“, rät Tietze.

(rue)