Radevormwald: Fachkräftesicherung für Unternehmen

Demografieausschuss in Radevormwald : Fachkräfte werden weiter gesucht

Im Demografieausschuss ging es auch um die Beschäftigungsquote bei Frauen.

Der Fachkräftemangel hat viele Gründe. Eine gute Konjunktur, der Strukturwandel der Wirtschaft, die steigenden Anforderungen sowie der digitale und der demografische Wandel sind nur einige Gründe. Uwe Cujai von der Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises hat sich auf die Fachkräftesicherung spezialisiert und 2011 das FachKraft Werk Oberberg gegründet. Im Ausschuss für Demografie berichtete er jetzt von seiner Arbeit und davon, wie Fachkräfte im Oberbergischen Kreis gesichert werden können.

Besonders im IT-Bereich werden Fachkräfte künftig dringend gebraucht. „Fachkräfte werden immer gebraucht, auch wenn viele Bereiche in Unternehmen digitalisiert werden. Die Arbeitsplätze und ihre Aufgabenfelder verändern sich in der Zukunft, aber werden nicht weniger“, sagt Uwe Cujai.

Uwe Cujai ist Leiter der Wirtschaftsförderung des Kreises. Foto: obk

Im Oberbergischen Kreis gibt es die Möglichkeit, mehr als 150 Ausbildungsberufe zu erlernen, aber wie groß die Karrierechancen in Radevormwald und der Umgebung sind, wissen nur wenige. „Der Oberbergische Kreis muss sich in Zukunft noch besser vermarkten. Wir bieten Veranstaltungen für Unternehmen an, um sie bei diesem Prozess zu unterstützen. Außerdem helfen wir dabei, Fachkräfte zu vermitteln“, sagte der Referent.

Das FachKraft Werk Oberberg macht außerdem auf die Generation Z aufmerksam. „Menschen Mitte 20 kann man mit einem dicken Geschäftswagen nicht mehr überzeugen. Diese Generation will Zeit für die Familie und legt Wert darauf, nicht unendlich Überstunden leisten zu wollen. Unternehmen müssen Work-Life-Balance leben und Themen, wie betriebliche Gesundheit ausbauen“, erläuterte Cujai. Kopfschmerzen bereitet ihm die Beschäftigungsquote bei Frauen im Oberbergischen Kreis. „Die liegt nur bei knapp über 42 Prozent. Damit ist Oberberg unter dem NRW-Durchschnitt.“

Uwe Cujai arbeitet mit seinem Team auch daran, Frauen, zum Beispiel nach der Familienplanung, wieder in die Unternehmen vor Ort zu bringen und sie als Fachkräfte zu nutzen.

(trei)