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Radevormwald: Evangelische Jugend richtet sich an ihrem neuen Standort ein

Jugend in Radevormwald : Die Evangelische Jugend verlässt das Wartburghaus

Die Evangelische Jugend richtet sich an ihrem neuen Standort im Pfarrhaus an der Krankenhausstraße ein. Die „WoKo-Woche“ findet zum letzten Mal im Wartburghaus statt.

Der Umzug der Evangelischen Jugend der lutherischen Kirchengemeinde steht kurz bevor. Die Wohn- und Kochwoche (WoKo), an der in diesem Jahr zwölf junge Erwachsene teilnehmen, findet zum letzten Mal im Wartburghaus statt. In der WoKo-Woche leben die Mitarbeiter und Teamer der Jugendgruppe für eine Woche in einer WG zusammen, kochen gemeinsam und stärken auf diese Weise ihren Zusammenhalt.

In diesem Herbst war das Team um Jugendleiterin Julia Müller mit Renovierungsarbeiten beschäftigt. Die Jugendräume werden aus dem Wartburghaus in das Pfarrhaus in der Krankenhausstraße umziehen. „Der Umzug ist für Mitte November geplant, sodass wir das neue Jahr auf jeden Fall in den neuen Räumen starten können. Dann ist das Wartburghaus auch offiziell geschlossen“, sagt Julia Müller.

Die lutherische Gemeinde kann das Wartburghaus aufgrund seiner Größe nicht mehr unterhalten, wird den Standort aber erhalten. Auf dem Grundstück des Wartburghauses wird in den nächsten Jahren ein neuer Treffpunkt für die Gemeinde, auch für die Jugendgruppen, entstehen. Die Übergangszeit verbringt die Evangelische Jugend im Untergeschoss des Pfarrhauses. „Die neuen Räume sind wesentlich kleiner und fordern uns heraus. Trotzdem werden wir es uns hier gemütlich machen.“

Nicht nur Julia Müller, sondern auch die anderen Mitarbeiter, die sich für die Evangelische Jugend einsetzen, trauern dem Wartburghaus hinterher. „Da hatten wir natürlich sehr viel Platz und tolle Möglichkeiten. Schön ist, dass wir am neuen Standort einen großen Garten haben“, sagt Philipp Gosens. Der 20-Jährige engagiert sich seit sechs Jahren für die Jugendarbeit der Kirchengemeinde, leitet Jugendgruppen und schätzt den Zusammenhalt. Er hat in dieser Woche mitgeholfen die neuen Räumlichkeiten neu zu streichen, zu tapezieren und den Umzug vorzubereiten. In dem neuen Gemeinschaftsraum hat es das Logo der Evangelischen Jugend bereits an die Wand geschafft. „Jetzt wird es langsam gemütlich. Wir werden auch einige Möbelstücke aus dem Wartburghaus mitnehmen, damit wir uns hier heimisch fühlen“, sagt Julia Müller. Neben dem Wohn- und Essbereich der Jugendräume, die für Gemeinschaft und kreative Angebote genutzt werden, verfügt der neue Standort über eine kleine Küche, ein Bad sowie ein Jugendbüro. Dort werden in Zukunft Teamgespräche sowie Beratungsangebote stattfinden. Umziehen wird die Evangelische Jugend zusammen mit dem Gemeindeamt, das dann auch von der Krankenhausstraße aus agiert.

Dass die WoKo-Woche in diesem Herbst zum letzten Mal im Wartburghaus stattfinden wird, stimmt die Teamer der Evangelischen Jugend sentimental. An dem alten Standort haben sie viel erlebt, und auch Rader Traditionsveranstaltungen, wie beispielsweise die Jugenddisko haben jahrzehntelang an diesem Ort stattgefunden.

Weil die neuen Räumlichkeiten deutlich kleiner sind, wird sich auch das Programm der Evangelischen Jugend verändern. „Wir werden mehr auf Veranstaltungen als auf feste Gruppen setzen. Diese Veranstaltungen werden oft an den Wochenenden stattfinden und immer, wenn möglich, in unserem neuen großen Garten stattfinden“, sagt Julia Müller. Der Flyer mit den neuen Angeboten ist in Arbeit und wird im neuen Jahr präsentiert.