Radevormwald: Evangelische Gesellschaft erhält mehr rechtliche Möglichkeiten

Mit Sitz in Radevormwald : „Privilegien-Bündel“ für Evangelische Gesellschaft

Der Gemeindeverband ist nun Körperschaft öffentlichen Rechts. Damit hat er nun Möglichkeiten wie die großen Kirchen und Freikirchen im Lande.

) Freude bei der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland. Der Gemeindeverband mit Sitz in Radevormwald hat im Oktober die Recht einer „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ (KdöR) erhalten. Die Evangelische Gesellschaft für Deutschland (EGfD) besteht seit 1848. Heute gehören zur EGfD mehr als 60 Gemeinden mit etwa 7500 Mitgliedern und regelmäßigen Besuchern. Einer breiteren Öffentlichkeit in der Region ist sie beispielsweise durch ihren Motorradgottesdienst bekannt.

Die Gesellschaft hatte schon seit längerem den Status eine KdöR angestrebt, wie sie die großen Kirchen und Freikirchen haben. Direktor Klaus Schmidt erklärt, das Erreichen dieses Ziels sei „ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur verfassungsmäßigen Gleichbehandlung mit anderen Kirchen, Freikirchen und Religionsgemeinschaften“. Die Anerkennung gebe der Evangelischen Gesellschaft mehr Möglichkeiten, denn sie schaffe für die innere Organisation und das gesellschaftliches Engagement bessere rechtliche und organisatorische Voraussetzungen. „Natürlich freuen wir uns auch darüber, dass mit der Verleihung der Körperschaftsrechte auch ein ganzes ,Privilegien-Bündel’ verbunden ist“, erklärt Klaus Schmidt und zitiert aus dem Matthäus-Evangelium: „Wir wollen es bewusst gemäß dem Auftrag von Jesus Christus nutzen, ,Licht der Welt“ zu sein, und „eine Stadt auf dem Berg’, die nicht verborgen bleiben kann und will.“

Der neue Rechtsstatus gebe der Gesellschaft mehr Möglichkeiten, „unsere Stimme in guter, konstruktiver Weise zu erheben – als Gemeindeverband und auch als Gemeinden vor Ort“.

(s-g)