Radevormwald: Erhoffte Einsparungen beim Schulbusverkehr scheitern

Ratssitzung in Radevormwald : Neuer Schulbusverkehr wird teurer als erhofft

Laut Beschlussvorlage muss die Stadt überplanmäßige Aufwendungen in einer Höhe von 72.000 Euro für die Schülerbeförderungskosten bereitstellen.

Der neu ausgeschriebene Schülerspezialverkehr für Radevormwald kostet die Stadt in diesem Jahr mehr als erwartet. Darüber werden die Fraktionen in der Ratssitzung morgen, Dienstag, 10. Dezember, beraten. Laut der Beschlussvorlage muss die Stadt überplanmäßige Aufwendungen in einer Höhe von 72.000 Euro für die Schülerbeförderungskosten bereitstellen.

Der Grund dafür, den Schülerspezialverkehr – also die Schulbusse – von der OVAG an neue Anbieter zu geben, war eigentlich die Hoffnung, dass die Stadt Radevormwald damit Kosten sparen könnte. Die Gemeindeprüfungsanstalt hatte vor einigen Jahren angemahnt, dass dieser Posten im Haushalt zu kostspielig sei.

Den Vorschlag der Verwaltung, mit der OVAG neue Konditionen als „Inhouse“-Geschäft auszuhandeln, hatte die Mehrheit des Rates verworfen, weil dies bedeutet hätte, sich an dem Verkehrsunternehmen zu beteiligen. Seit dem neuen Schuljahr haben zwei Wuppertaler Unternehmen den Schulbusverkehr übernommen.

Wie die Verwaltung nun in der Vorlage für den Rat einräumt, konnten die erhofften Einsparungen „nicht verwirklicht werden“ – zumindest nicht für das laufende Jahr. Die Kosten für 2019 werden auf 792.000 Euro geschätzt. Der Schulbusverkehr im Jahr 2017 kostete die Stadt 829.947 Euro, im Jahr 2018 waren es 780.680 Euro. Der aktuelle Haushaltsansatz für 2019 liegt bei 720.000 Euro. Somit muss nachgelegt werden.

Deutlich gestiegen sind laut Stadt auch die Kosten für die Schülertickets der OVAG bei etwa 170 Schülern, die nun mit dem Öffentlichen Personennahverkehr zur Schule und wieder zurück fahren.

(s-g)