Radevormwald: Eltern und Lehrer plädieren für Neubau der KGS Lindenbaum

Schuldiskussion : Eltern und Lehrer plädieren für Neubau der KGS Lindenbaum

Die Schulpflegschaft, also die Eltern, sowie das Lehr- und Betreuungspersonal befürworten uneingeschränkt den Neubau einer neuen Grundschule an der Blumenstraße nach aktuellen pädagogischen und ökologischen Gesichtspunkten.

Wenn es um die Zukunft der Katholischen Grundschule (KGS) Lindenbaum geht, sind sich Schulpflegschaft, Schulkonferenz und Schulverein einig: Bei einer Schulpflegschaftssitzung mit Schulkonferenz wurden am Mittwoch die Vor- und Nachteile eines Umbaus am jetzigen Standort Kaiserstraße und eines Neubaus an der Blumenstraße bewertet – Fazit: „Die Schulpflegschaft, also die Eltern, sowie das Lehr- und Betreuungspersonal befürworten uneingeschränkt den Neubau einer neuen Grundschule an der Blumenstraße nach aktuellen pädagogischen und ökologischen Gesichtspunkten“, schreibt der Schulpflegschaftsvorsitzende Björn Rimroth. Er hat das Schreiben zusammen mit Sonja Rosar für die Schulkonferenz und Stefanie Löffler für den Schulverein als Träger der OGS/Verlässliche unterzeichnet und an die Fraktionen des Rates, den Bürgermeister, den Leiter des Schulamtes und die Mitglieder des Schulausschusses verschickt.

Der Neubau sei dem Um- bzw. Erweiterungsbau uneingeschränkt vorzuziehen. „Nur durch den Neubau bekommen wir ausreichenden Platz für neue pädagogische Angebote sowohl im Schulbetrieb, als auch im OGS-Bereich. Entsprechende Konzepte wurden von der Schule schon erarbeitet“, berichtet Rimroth. Durch die Nähe des katholischen Kindergartens ließe sich auch die Idee des Bildungshauses umsetzen und weiterentwickeln. Außerdem könne die Schule am neuen Standort einen Küchen- und Mensabereich schaffen, der auch der zu erwartenden Steigerung des Betreuungsbedarfes im Offenen Ganztag/Verlässliche gerecht werde. Den Eltern und Lehrern sei zudem eine zuverlässliche und pflegearme Infrastruktur (Elektrik und IT) wichtig sowie genügend Raum und Platz für integrative Arbeit.

Die Sanitäranlagen für das Lehr- und Betreuungspersonal wären am neuen Standort auch im Winter von innen zugänglich. Die Schule möchte die sehr belastenden Mehrfachumzüge (Containerdorf) vermeiden und auch während der Bauzeit einen geregelten Schulbetrieb weiterführen, so dass keine Nachteile für die Schüler entstehen. „Uns geht es auch um notwendigen Parkraum und um eine am und auf dem Schulgelände angeschlossene Turnhalle. Rimroth: „Der Um- oder Anbau der KGS ist ein Kompromiss, der nur die gröbsten Probleme abmildern kann und dauerhaft zusätzlich erheblichen Mehraufwand für Lehr- und Betreuungspersonal mit sich bringt. Es lässt sich nicht erkennen, dass dieses eine zukunftsfähige Variante ist.“

Die Schulpflegschaft habe eine Kostenbetrachtung bewusst nicht mit in die Abwägung einbezogen, da es noch erheblichen Klärungsbedarf gebe. Der Stadtrat müsse über die Prioritäten für die Ausgaben der Stadt entscheiden. „Wenn der Rat Verwaltungsgebäuden, Kreisverkehren und Ärztehäusern eine höhere Priorität zugesteht, als in die schulische Infrastruktur zu investieren, ist das sein gutes Recht. Hier müssen die Politiker entscheiden“, heißt es in dem Schreiben.

Sollte der Stadtrat dem Wunsch nicht entsprechen, werde die Schule aber selbstverständlich weiter alles tun, um die Schüler auf die Ausbildung vorzubereiten. Rimroth sichert Gesprächsbereitschaft zu, auch wenn die Eltern im Vorfeld nicht in diesen Entscheidungsprozess mit eingebunden worden seien.

„Wir bitten die Funktionäre der Parteien und die Stadtverordneten des Stadtrates um Unterstützung für die Zukunft unserer Kinder“, schreibt Rimroth.

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