1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Radevormwald: Elektroräder vor Diebstahl schützen

Ratschläge der Polizei : Wie man Elektrorad-Diebe ausbremst

Auch in Radevormwald schlagen die Täter immer wieder zu, so beispielsweise vor wenigen Wochen an der Weststraße. Wie man sein Gefährt so absichert, dass die Langfinger keine Chance haben, verrät die Polizei.

Es kommt auch in der Bergstadt immer mal wieder vor, dass dreiste Diebe Fahrräder und E-Bikes stehlen. Ende März passierte es zum Beispiel an der Weststraße, wo Unbekannte ein E-Mountainbike aus einer Garage stahlen. Dabei ist es gar nicht so schwierig, Räder richtig zu sichern – auch im Keller oder in der Garage.

Die Polizei hat dazu einige wichtige Tipps zusammengetragen – auch vor dem Hintergrund, dass viele Menschen im vergangenen Jahr pandemiebedingt das Radfahren (wieder-) entdeckt haben. Insbesondere die schon in den Jahren zuvor gestiegene Nachfrage nach Elektrorädern (Pedelecs, E-Bikes), nahm nach Angaben der Polizei noch einmal zu. Doch auch bei Kriminellen seien die hochpreisigen Räder mit Elektroantrieb sehr beliebt. Der richtige Diebstahlschutz sei deshalb wichtig.

„Viele Elektroräder (Pedelecs, E-Bikes) haben ein Rahmenschloss, das allerdings nicht als Diebstahl-Schutz reicht. Trotz Sicherung könnten die Räder einfach weggetragen oder sogar auf dem Vorderrad weggerollt werden“, sagt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Die Polizei rät deshalb zum Kauf massiver Stahlketten-, Bügel- oder Panzerkabelschlösser mit „geprüfter Qualität“ aus hochwertigem Material (durchgehärteter Spezialstahl). „Das Schloss sollte groß genug sein, um das Rad mit Rahmen sowie Vorder- und Hinterrad an einen festen Gegenstand anschließen zu können, zum Beispiel an einen Fahrradständer oder Laternenpfahl. Das gilt auch für das Abstellen in Kellern oder Garagen, denn auch abgeschlossene Räume halten Kriminelle nicht auf“, rät Hinz.

Generell sollten Besitzer von Elektrorädern mehrere Schlösser einsetzen, um ihr Rad, den Akku oder wertvolle Zubehörteile vor Diebstahl zu schützen. Neben der Mitnahme bietet es sich an, diese mit einem weiteren Schloss zu sichern. Überwiegend sind die von Werk aus verbauten Akku-Schlösser, die viele Elektroräder haben, kein ausreichender Diebstahl-Schutz.

Unterdessen gibt es auch die Möglichkeit, einen versteckten Sender am seinem Elektro-Fahrrad anzubringen. Diese Sender, so genannte GPS-Tracker, senden per einer SMS einen Alarm auf das Mobiltelefon, wenn das abgestellte Fahrrad bewegt wird. Zudem übermitteln sie laufend den aktuellen Standort des Gefährts.

Für alle Räder gilt: Damit die Polizei ein gestohlenes Rad zweifelsfrei identifizieren und seinen rechtmäßigen Eigentümern zurückgeben kann, ist eine individuelle Kennzeichnung sinnvoll. Viele in Deutschland verkauften Räder haben eine in den Rahmen eingeschlagene individuelle Rahmennummer. Fehlt diese, können Radfahrende selbst oder Fachpersonal eine individuelle Kennzeichnung anbringen, zum Beispiel durch Eingravieren. Zudem besteht die Möglichkeit einer Radcodierung. Wo Fahrradbesitzende ihr Rad codieren lassen können, erfahren Interessierte im Fachhandel.

Alle wichtigen Informationen zum Elektrofahrrad, ein Foto sowie ein Eigentumsnachweis sollten in einem Radpass notiert und sicher aufbewahrt werden. Viele Fachhändler stellen mittlerweile beim Kauf einen solchen herstellerseitigen oder polizeilichen Fahrradpass aus. Kaufende sollten gezielt danach fragen, raten die Experten der Polizei.