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Radevormwald: Ein Evensong mit Rachmaninov in der lutherischen Kirschengemeinde

Abendlieder in der lutherischen Kirche : Ein Evensong mit Rachmaninov

Kirchenmusiker Martin Scheibner veranstaltete zusammen mit seinem Paul-Gerhardt-Chor und dem Pianisten Frank Stinder ein Konzert in der lutherischen Kirschengemeinde. Begleitet wurde es mit Klavierstücken von Rachmaninov.

Martin Scheibner lädt als Kirchenmusiker der lutherischen Kirschengemeinde regelmäßig zu Evensongs, also Abendliedern ein. Sonntagabend veranstaltete er ein solches Konzert in der Kirche an der Burgstraße zusammen mit seinem Paul-Gerhardt-Chor und dem Pianisten Frank Stinder. Er unterstützte das kleine Konzert mit Klavierwerken von Rachmaninov und bescherte allen Zuhörern damit eine ganz besondere Erfahrung.

An dem schwarzen Flügel, der vor dem Altar der Kirche stand, spielte er einige Werke des Virtuosen seiner Zeit, als den er Rachmaninov beschreibt. „Klavierspielen ist für mich wie aus einem Märchenbuch vorzulesen“, sagt Frank Stinder. „Wenn ich Musik spiele und am Klavier sitze, kommen die Noten auf das Notenbrett und dann geht es los. Ich spiele nicht aus dem Gedächtnis, denn ich kann ja Note lesen.“ Bevor es allerdings am Flügel los ging, sang die Gemeinde mit der Hilfe von Martin Scheibner zunächst die Lieder „Herr, bleibe bei uns“ und „Abend ward, bald kommt die Nacht“ im Kanon und in drei Stimmen. Die Mittelstimme des zweiten Stücks hatte der Kirchenmusiker mit den Mitgliedern des Paul-Gerhard-Chores einstudiert. Sie unterstützen das Publikum. „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“ von Claude Goudimel und „Mein schönste Zier und Kleinod bist“ von Sethus Calvisius sang der Chor dann losgelöst von den restlichen Zuhörern.

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Danach klappte Frank Stinder den Flügel auf, um die Klaviermusik von Sergei Rachmaninov erklingen zu lassen. Frank Stinder war am Sonntagabend aus Reichshof zu Gast in Radevormwald und gilt als Liebhaber und Experte der Klaviermusik des russischen Komponisten und Pianisten. „Er ist nicht nur als Klavierbauer ein Spezialist für Klaviere und Flügel der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert, sondern er interpretiert die Musik dieser Zeit auch gern selber am Instrument. Da liegt es nahe, Rachmaninov zu präsentieren“, sagt Martin Scheibner.

Das „Prélude in cis-moll“, weltbekannt, war das erste Stück, das Frank Stinder in der lutherischen Kirche spielte. Er ordnete die Kompositionen und ihre Geschichte für das Publikum ein, das während seines Spiels die Augen schloss, um die klassische Musik in vollen Zügen zu genießen. Das Mittelstück des Konzertes gestaltete der gemischte Chor mit den Abendliedern „Schon die Abendglocken klangen“, „Verleih uns Frieden gnädiglich“ sowie „Gottes Zusage“ nach einer kurzen Lesung. Es folgten zwei weitere Sätze am Flügel durch Frank Stinder, der mit seiner Klaviermusik einen bleibenden Eindruck hinterließ. Der Evensong mit dem Paul-Gerhard-Chor, Frank Stinder und seiner Auswahl an Kompositionen von Rachmaninov schloss mit einem „Vater unser“ und einem gemeinschaftlichen „Bleib bei mir Herr“. Die Spenden des Konzerts wurden als Dank für den Solisten Frank Stindern genutzt.