Asiatisches Museum in Radevormwald Ein etwas anderes Weihnachtskonzert

Radevormwald · Viel Andrang gab es bei der Veranstaltung im Museum für Asiatische Kunst. Ein Höhepunkt war der Auftritt des Lerchenchors aus Düsseldorf.

 Klassische Arien und asiatische Klänge bot das interessante Programm des Konzerts.

Klassische Arien und asiatische Klänge bot das interessante Programm des Konzerts.

Foto: Jürgen Moll

Klassische Arien, bekannte deutsche und englische Weihnachtsklassiker und asiatische Klänge mischten sich am ersten Advent im Sieplenbusch zu einem gelungenen Hörerlebnis zusammen. Das Museum für asiatische Kunst hatte zu einem besonderen Weihnachtskonzert geladen und die Besucher strömten in Scharen. Immer wieder mussten die Museumsbetreiber neue Stühle dazustellen. Mit dem Ansturm hatten wohl selbst sie nicht gerechnet.

Doch ganz offensichtlich hatten sie bei ihren Gästen einen Nerv getroffen, die auf der Suche nach einem Adventskonzert mit einem ungewohnten Ambiente am Sonntagnachmittag in den Sieplenbusch pilgerten.

Sopranistin Liu Wei sorgte für die ersten Gänsehautmomente mit einer wunderbaren Arie aus Friedrich Händels Oper „Xerxes“. Begleitet von Aleksandar Filic am Klavier zeigte Wei bereits mit diesem ersten Stück, die Qualität und Bandbreite ihrer Stimme. Abwechslungsreich gestaltete sich das Programm, durch die Auswahl der Stücke: Auf die klassische Arie folgte das bayerisches-österreichisches Weihnachtslied „Heidschi Bumbeidschi“, das einst nicht nur Peter Alexander, sondern auch Heintje in der Adventszeit trällerten. Wei holte sich hierfür Unterstützung von Tenor Cambell Thibo. „Wenn sie nichts verstehen“, sagte Wei amüsiert, „dann liegt das nicht an unserer Aussprache.“ Das Publikum schmunzelte und freute sich auch auf diesen Hörgenuss, der mit „Maria durch ein Dornwald ging“ fortgesetzt wurde.

Auch als Solist machte Thibo mit „O little Town of Bethlehem“ eine sehr gute Figur und sang den US-amerikanischen Weihnachtshit, den auch schon Größen wie Elvis Presley, Ella Fitzgerald oder Bob Dylan performten. Gänzlich ohne instrumentale Begleitung, komplett A cappella, konnten die Zuhörer auch hier Talent und Stimme des Tenors bewundern.

Ein Höhepunkt des rund zweistündigen Konzertes war allerdings der Auftritt des Lerchenchors der „Drei Könige Internationale Akademie“ aus Düsseldorf. Ein reiner Frauenchor, bestehend aus Asiatinnen und unter der Leitung von Liu Wei, der sich gerade einmal vor einem knappen halben Jahr gründete und sich schon jetzt auf die große Bühne wagte. „Uns gibt erst seit April, aber wir haben für unseren heutigen Auftritt fleißig geübt“, erklärte die Chorleiterin.

In schneeweißen Blusen und wiesengrünen Röcken traten die rund 20 Sängerinnen auf die Bühne. Engelsgleich mit wohlklingenden asiatischen Liedern überzeugte der Lerchenchor hier auf Anhieb. Am liebsten hätte wohl auch Museumsbetreiberin Hong Li-Hardt gleich von der Bühne aus mitgesungen. Doch sie gehört dem Lerchenchor erst seit kurzem an, hat drei Proben mitgemacht. Aus dem Hintergrund sang sie dennoch fasziniert mit.

(sebu)
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