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Radevormwald: Ein bewegter Tag mit 140 Zweirädern

Tag der Zweiräder in Radevormwald : Ein bewegter Tag mit 140 Zweirädern

Der Tag der Zweiräder wurde gut angenommen. Die Teilnehmer starteten auf E-Bikes und historischen Motorrädern. Insgesamt machten sich 96 Motorräder und 44 E-Bikes auf den Weg.

Auf dem Parkplatz an der Poststraße war am Sonntagvormittag viel Betrieb. Zweiräder aller Art drängten auf den Parkplatz, um an der großen Veranstaltung der IG Bismarck teilzunehmen. Hartmut Behrensmeier hat für den Verein den Tag der Zweiräder organisiert, der sich an E-Biker und Fahrer historischer Motorräder richtete. 96 Motorradfahrer kamen, um an der 63 Kilometer langen Fahrt durch das Bergische Land teilzunehmen. Das Startgeld für diese Tour wurde in diesem Jahr an den Deutschen Behindertensportverband gespendet.

„Ich bin mehr als zufrieden. Hier ist richtig was los, das freut mich“, sagte Hartmut Behrensmeier. Lothar Kasper und Dieter Ickler wanderten begeistert zwischen den historischen Maschinen umher. Unter den Teilnehmern entdeckten die Mitglieder der IG Bismarck seltene Schätze, die sie schon lange nicht mehr auf der Straße gesehen haben. „Heute sind viele tolle Maschinen dabei, die teilweise sehr rar sind. Der Tag der Zweiräder ist toll, um seltene Motorräder zu sehen und mit anderen Bastlern ins Gespräch zu kommen“, sagt Lothar Kasper.

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Iris Handke war mit ihrer italienischen Moto Morini vor Ort, mit der sie schon nach Italien gefahren ist. Ihre Motorräder werden gefahren und nicht nur geputzt. „Mit dieser Maschine bin ich schon weite Strecken gefahren und das macht richtig Spaß. In meinem Besitz ist das Motorrad seit 1995, aber es ist deutlich älter“, sagt sie. Historische Motorräder sind ihre Leidenschaft, die sie mit ihrem Mann teilt. „Wir haben uns auch über dieses Hobby kennengelernt“, sagt Iris Handke.

Zu den Teilnehmern gehörte am Sonntag Dieter Seiferth, der die erste Gruppe der Ausfahrt mit seiner Schwalbe anführte. Das Kleinkraftrad der Firma Simson ist aus dem Jahr 1986. „Die Schwalbe ist Kult“, erklärte der gebürtige Radevormwalder. Er und andere Guides sorgten auf der Strecke für einen sicheren Ablauf. „Wir werden heute eine gemütliche Tour machen, bei der Überholen natürlich verboten ist. Es geht um ein Gemeinschaftserlebnis.“

Gegen 11.20 Uhr knatterten die alten Maschinen los. Bürgermeister Johannes Mans begleitete die Tour in einem historischen Mercedes. „Radevormwald ist eine tolle und weltoffene Stadt, in der man freundliche Menschen trifft. An Tagen wie heute wird das besonders klar“, begrüßte der Bürgermeister alle Teilnehmer vor dem Startschuss.

Einige Minuten nach den Motorrädern starteten die 44 E-Bikes, die kein Startgeld bezahlen mussten. Die Tour über 23 Kilometer führte sie am Sonntag von Radevormwald Richtung Schwenke und von dort aus nach Wipperfürth. Über die Ortschaften Egen und Kottmannshausen ging es dann wieder zurück zu dem Startpunkt. Friedel Müller und seine Frau Heide Rose haben ihre E-Bikes in diesem Jahr schon viel benutzt. Ihren Ruhestand gestalten sie aktiv. „Mit den E-Bikes können wir lange Touren machen. Letztes Wochenende waren wir in Köln“, sagt Heide Rose Müller. Sie und ihr Mann hoffen, dass sich das Radwegekonzept in Radevormwald schnell entwickelt. „Hier muss die Politik handeln“, sagt der ehemalige Bürgermeister. Begleitet wurde der Tag der Zweiräder durch das Deutsche Rote Kreuz. Die Ortsgruppe Dahlhausen war für den Sicherheits- und Sanitätsdienst zuständig. Der ADFC war mit seinem Infostand vor Ort, der Sportverein Tuspo Dahlhausen übernahm die Bewirtung der Besucher.