Radevormwald: Ehemalige Ratsmitglieder diskutierten mit dem Bürgermeister

Stadtverordnete in Radevormwald : Politische Debatten an der Kaffeetafel

Im Haus Hürxthal trafen sich ehemalige Stadtverordnete. Der Bürgermeister erläuterte aktuelle Themen.

Das Treffen der ehemaligen Stadtverordneten am Donnerstagnachmittag wurde von Edmund Biekowski, dem Stadtältesten, geleitet. Im Haus Hürxthal am Schlossmacherplatz kamen ehemalige und aktuelle Ratsmitglieder zusammen, um von Bürgermeister Johannes Mans persönlich auf den aktuellen Stand verschiedener Projekte gebracht zu werden. Das Treffen der Stadtverordneten ist für viele Mitglieder eine Gelegenheit, um Probleme anzusprechen, sich in das politische Geschehen einzubringen und aus ihrer kommunalen Erfahrung zu schöpfen.

„Wir sind alle informiert und verfolgen das Leben und die Politik in Radevormwald aufmerksam“, sagte Edmund Biekowski. Bürgermeister Johannes Mans findet das Treffen wichtig und schätzt den Austausch mit den Ehemaligen. Er war zum vierten Mal in seiner Zeit als Bürgermeister bei dem Treffen dabei und berichtete zunächst über die Fördermaßnahmen im Innenstadtbereich sowie an den Wupperorten.

„Die Nordstraße soll das neue Haus, in dem Teile der Verwaltung unterkommen sollen, aber auch Vereine, bekommen. Auf den Förderbescheid warten wir aber nicht nur an dieser Stelle, sondern auch an den Wupperorten“, sagte der Bürgermeister. Dort soll nicht nur ein Treffpunkt für Bürger entstehen, sondern auch der Sportplatz wartet auf ein neues Konzept, das bereits geplant wurde. „Nach aktuellem Stand bekommen wir den Bescheid erst im Oktober oder November. Das bedeutet für die Umsetzung eine mittlere Katastrophe, weil wir die Maßnahmen dann mit in das Jahr 2020 nehmen müssen.“

Die ehemaligen Stadtverordneten äußerten Kritik an dem Quartierbus „Wupperaner“. „Die Frage der Mobilität ist damit nicht geklärt. Vielleicht müssen wir dieses Projekt noch einmal überdenken“, sagte Mans. Er berichtete außerdem von den Neuerungen innerhalb der Stadtverwaltung, denn in diesem Jahr wurden einige Stellen neu besetzt und geschaffen. Der Aufbau der Verwaltung befindet sich im Umbruch.

Thema war am Donnerstag außerdem die neue Geschäftsordnung des Stadtrates, die die Redezeit der Mitglieder beschränken soll und auch Sanktionen bei Verstoß vorsieht. „Ich bin enttäuscht darüber, dass sie sich bei der Abstimmung enthalten haben“, sagte Rudi Willmann. „Mir fehlt es nicht an Rückgrat, aber ich muss als Bürgermeister Neutralität bewahren. Ich bin nicht die Mitte des Rates“, begegnete Mans dieser Kritik. Axel Schröder findet die Begrenzung der Redezeit in Ordnung, aber ist mit den geplanten Sanktionen nicht einverstanden. „Den Ausschluss von nächsten Sitzungen oder finanzielle Maßnahmen finde ich total übertrieben. Das sollte man demokratischer regeln“, äußerte er sich.

Johannes Mans sprach auch die Kritik an, die ihm in den vergangenen Monaten oft entgegengetreten ist. „Es laufen momentan viele Projekte gleichzeitig, die eine Herausforderung sind. Einige sind der Meinung, ich habe zu viel auf den Weg gebracht aber was hätte warten können? Nicht zu reagieren wäre falsch“, sagte er.

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