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Radevormwald: Dubiose Anrufe sorgen für Verunsicherung

Angebote für eine angebliche Energieberatung in Radevormwald : Dubiose Anrufe sorgen für Verunsicherung

Wie eine Einwohnerin der Wupperorte berichtet, hätten die Unbekannten sich als Vertreter der Stadtwerke oder von Energiefirmen bezeichnet.

Bewohner der Radevormwalder Wupperorte haben in den vergangenen Wochen in mehreren Fällen Anrufe von Personen erhalten, die eine Energieberatung anbieten. Wie eine Einwohnerin der Wupperorte (Name ist unserer Redaktion bekannt) mitteilt, hätten manche der Anrufer erklärt, im Auftrag der Stadtwerke tätig zu sein und auch über entsprechende Ausweise zu verfügen. „Bei Nachfrage bei den Stadtwerken stellte sich heraus, dass es einen solchen Auftrag nicht gab“, berichtet die Anwohnerin.

Ihr selber sei von einem Anrufer eine Energieberatung angeboten worden, dazu habe der Anrufer auch einen Termin vor Ort vereinbart. „Mir kam das Ganze aber komisch vor“, berichtet die Dame. Auffallend sei, dass nur ältere und alleinstehende Menschen in der Nachbarschaft angerufen worden seien. Nach Rücksprache mit der Polizei habe sie daher dem Unbekannten, als er zum Termin eintraf, nicht die Türe geöffnet. Michael Tietze, Sprecher der Oberbergischen Kreispolizei, teilt mit, dass der zuständige Bezirksbeamte die Sache überprüft habe. „In diesem Fall handelte es sich um den Vertreter einer tatsächlich existierenden Firma.“ Grundsätzlich sei es legitim, als Unternehmen eine solche Beratung anzubieten, sagt Tietze. „Allerdings ist es empfehlenswert, in solchen Fällen auch Angebote anderer Firmen einzuholen, damit man am Ende keine Wucherpreise zahlt.“

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Anders liege die Lage freilich, wenn die Unbekannten behaupteten, Vertreter einer Behörde zu sein. „Dann kommen wir in den Bereich der Amtsanmaßung“, erklärt der Polizeisprecher. Solche Fälle werden aktuell aus Ennepetal gemeldet: Bürger hatten bei der Stadt nachgefragt, ob tatsächlich Mitarbeiter unterwegs seien, die Wohnungen und Häuser auf die Einhaltung eines neuen Gebäudeenergiegesetzes überprüfen sollten. Die Verwaltung wusste nichts von Überprüfungen. Ihr Ratschlag: Keinesfalls einem Termin zustimmen, niemanden in die Wohnung lassen und die Polizei verständigen.