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Radevormwald: Draisinen starten in die Saison

Naherholung in Radevormwald : Draisinen starten in die neue Saison

Seit Montag rollen die Draisinen wieder von Beyenburg Richtung Radevormwald. In der Saison 2020 finden einige Sonderfahrten statt.

Die Winterpause ist vorbei. Seit Montag rollen die Fahrraddraisinen des Vereins Wuppertrail wieder über die alten Bahngleise zwischen Wuppertal Beyenburg und Radevormwald. Wie in jedem Jahr meldet sich der Verein stark zurück und blickt schon vor dem Antritt der ersten Fahrt auf einen gut gefüllten Fahrtenkalender. „Der März ist immer etwas schwächer, weil unsere Fahrgäste kein schlechtes Wetter riskieren wollen. Die Sommermonate sind aber schon ganz gut gebucht. Es sind aber natürlich auch noch viele Termine frei“, sagt Armin Barg vom Vorstand. Nur eine französische Schülergruppe, die im März kommen sollte, musste wegen des Coronavirus ihre Fahrt stornieren.

Im Vergleich zur Vorsaison hat sich am Ablauf der Draisinenfahrt nicht viel verändert. Die Fahrgäste starten nach wie vor in Beyenburg mit Blick über den idyllischen Stausee. Von dort aus geht es dann Richtung Radevormwald. Auf der Strecke liegen die Ortschaften Dahlerau, Vogelsmühle, Dahlhausen und Wilhelmstal. Am Montag endete die Fahrt allerdings schon am historischen Bahnhof in Dahlerau. „Auf der Strecke wird heute gearbeitet, deswegen müssen wir in Dahlerau umdrehen. Diese Arbeiten werden aber nicht mehr lange dauern“, sagt Draisinenbegleiter Wolfgang Rotermund, der die Fahrt mit seinem Kollegen Justin Bolenz führte.

Durch die Draisinenführer wird die Sicherheit auf der Strecke gewährt. Sie weisen alle Fahrgäste in die Fahrgeräte ein und sichern die Bahnübergänge. Auf der Strecke des Wuppertrails liegen Brücken und Übergänge, die für viele Teilnehmer ein Höhepunkt sind. Den Start in die Saison feierte Wuppertrail mit Gästen, mit denen er zusammenarbeitet. Christiane Gralki betreibt das Bootshaus in Beyenburg und profitiert von den Draisinenfahrern. „Seitdem sich das Angebot durchgesetzt hat, ist bei uns mehr los. Besonders sonntags. Touristen entdecken durch die Draisinen das Bergische Land und sind begeistert von der schönen Natur“, sagt sie. Für die Gastronomin war die Draisinenfahrt die erste. Sie hat bisher nur von ihren Gästen mitbekommen, wie viel Spaß die Fahrt auf den alten Bahngleisen macht. Das erste Mal saß auch Christiane Schneider auf einer Draisine. Sie betreibt das Landhaus Bilstein und merkt den Zulauf durch die Draisinenfahrer ebenfalls. „Es ist schön, dass hier wieder mehr los ist“, sagt sie.

Neben den normalen Fahrten, die von Privatpersonen oder Unternehmen gebucht werden können, bietet Wuppertrail in dieser Saison einige Sonderfahrten an. Zusammen mit dem Geschichtskreis Beyenburg und dem Wülfingsuseum in Radevormwald finden einige Veranstaltungen unter dem Titel „Textilgeschichte im oberen Tal der Wupper“ statt. Diese werden auch im Zuge des „Engelsjahres“ in Wuppertal angeboten. Am 5. und 19. April findet die Sonderfahrt „Industriegeschichte entlang der Wuppertalbahn“ statt. Diese Exkursion beginnt in Beyenburg und verläuft wie eine normale Fahrt. Neu sind die Halte an historischen Orten.

Am 1. Juni startet die Exkursion „Kraft aus Feuer und Wasser in Dahlhausen“. Die Draisinen werden an diesem Tag von Beyenburg nach Dahlhausen rollen. Von Dahlhausen aus gibt es eine Führung zum Wasserkraftwerk. Auf dem Weg dahin kann die historische Tuchfabrik „Hardt und Pocorny“ von außen betrachtet werden. Nach der Besichtigung wird die Draisinenfahrt fortgesetzt.

Vier Termine gibt es für die Sonderfahrt „Amt Beyenburg und eine Industrietextilstadt, wie zu Engels Zeiten“. Diese Exkursion setzt sich aus zwei Führungen und einer Draisinenfahrt zusammen. „Die Teilnehmer werden etwas über das Amt Beyenburg lernen und auch die Wülfing-Stadt“, sagt Barg. Die Lebenszeit und das Wirken von Friedrich Engels kann an einigen Punkten nachvollzogen werden.