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Radevormwald: Diskussion über die künftige Erziehungsberatung

Jugend in Radevormwald : Diskussion über Erziehungsberatung

Die Stadtverwaltung erläuterte der Politik im jüngsten Jugendhilfeausschuss, warum sie erneut mit der Herbstmühle in Wipperfürth kooperieren will. Ein Vertrag wird bereits vorbereitet.

Der „Verband der Katholischen Kirchengemeinden im Oberbergischen Kreis“ ist der Träger der Psychologischen Beratungsstelle Herbstmühle, die in der Vergangenheit Erziehungsberatung, Trennungs – und Scheidungsberatung sowie Jugendberatung in Radevormwald angeboten hat. Der bestehende Betrag läuft am Ende des Jahres aus.

Peter Horn, Leiter des Jugendamtes in Radevormwald, befindet sich im Moment im Gespräch mit interessierten Trägern aber auch mit der Herbstmühle, welche die Aufgabe der Erziehungsberatungsstelle in der Zukunft übernehmen möchte. Im Jugendhilfeausschuss berichtete er in der vergangenen Woche über die Planung der neuen Anforderungen.

„Das Jugendamt verfolgt das Ziel der Sicherstellung einer fachlich qualifizierten, kooperationsbereiten und regional vernetzten Beratungsstelle. Uns ist wichtig, dass der Zugang zur Erziehungsberatung auf der einen Seite anonym erfolgen kann, das Jugendamt aber auch die Möglichkeit hat über den Allgemeinen Sozialen Dienst Erziehungsberatung als Teil der „Hilfen zur Erziehung“ einzuleiten“, sagt Peter Horn.

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Bisher umfasste die Erziehungsberatungsstelle 35 Stunden pro Woche. Ab nächstem Jahr soll die Beratungsstelle aber auf eine Vollzeitstelle mit 39 Stunden ausgebaut werden. Peter Horn begründet diese Entwicklung mit den erwartenden steigenden Fallzahlen. Die Stundenerhöhung geht mit einer Kostenerhöhung auf 48.000 Euro pro Jahr einher. Die Herbstmühle bringt in die Kooperation anteilig kirchliche Eigenmittel ein und ist außerdem für die Beantragung von Fördermitteln des Landes NRW zuständig, die der Stadt für Erziehungsberatung zustehen.

Sobald alle Details des neuen Vertrages geklärt sind, wird er der Politik zur Genehmigung vorgelegt. Petra Ebbinghaus (AL) fragt sich, warum die Stadt überhaupt einen Vertrag für eine Erziehungsberatungsstelle braucht. „Die Eltern haben doch die freie Wahl und können sich aussuchen, welche Erziehungsberatung sie in Anspruch nehmen“, sagt sie. „Wir brauchen einen verlässlichen Partner, der ein festes Beratungskontingent für Radevormwald sichert“, sagt der Leiter des Jugendamtes.