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Radevormwald: Diese Bilder sorgen für "Herzenswärme"

Reformierte Kirchengemeinde Radevormwald : Diese Bilder erwärmen das Herz

Die Gewinner des Foto-Wettbewerbs „Herzenswärme“ stehen fest. Die Prämierung fand in der Kirche am Markt statt. Die reformierte Gemeinde wollte ein Zeichen für Zusammenhalt setzen.

 Für den Foto-Wettbewerb der reformierten Kirchengemeinde wurden 37 Bilder eingereicht, die am Sonntagnachmittag in der Kirche am Marktplatz zu sehen waren. Unter dem Motto „Herzenswärme“ hatte die Gemeinde zu einer Foto-Aktion aufgerufen, nachdem Pfarrer Dieter Jeschke die Idee im Spätsommer hatte. „Die Idee ist mir an einem Freitagnachmittag gekommen. An diesem Tag ist mir die angespannte und teilweise aggressive Stimmung, die durch die Pandemie entstanden ist, aufgefallen. Ich wollte, dass wir uns auf die Herzenswärme besinnen“, sagt der Pfarrer der Gemeinde. Der Wettbewerb sollte ein Zeichen gegen die Ego-Gesellschaft und für ein empathisches Miteinander setzen. „Wir alle tragen Herzenswärme in uns, aber manchmal trauen wir uns nicht sie zu zeigen, obwohl es gerade in Krisen sehr wichtig und nötig ist“, sagt Pfarrer Jeschke.

Die Jury hat sich aus Radevormwaldern zusammengesetzt, die sich in den vergangenen Wochen mit den eingereichten Bildern beschäftigt haben. Tabina Bremicker, die Pfarrerin am Sana-Krankenhaus Radevormwald, Nicole Pedolsky, aus dem Eltern-Rat der Kita Himmelswiese und Sebastian Schlüter, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Verkehr der Stadt Radevormwald, machte den ersten Teil der Jury aus. Außerdem zur Jury gehörten Jürgen Richter, Vorsitzender des Diakonie-Ausschusses der reformierten Kirchengemeinde und Marzena Weinlich, Marketing-Leiterin des „life-ness“. Zu fünft entschieden sie über die drei Fotografien, die am Sonntag ausgezeichnet wurden.

Den ersten Preis nahm Margita Specht zusammen mit den Mädchen Leila und Samira entgegen. Das  eingereichte Bild zeigt die beiden Mädchen an der Seite von Margita Spechts Tante, die im Seniorenhaus an der Uelfestraße lebt. „Wir besuchen meine Tante, die schon 103 Jahre alt ist, gerne zusammen im Seniorenhaus. Das Bild drückt die Freundschaft und Liebe aus, die uns verbindet“, sagt Margita Specht. Sie kennt Leila und Samira bereits seit über zwölf Jahren und kümmert sich wie eine Freundin und Großmutter um die Schülerinnen. „Ich bin stolz, dass wir den ersten Preis gewonnen haben“, sagt Leila.

Alt und Jung mit Herzenzwärme: Margita Specht fotografierte ihre 103-jährige Tante mit den Mädchen Leila und Samira.  Foto: Reformierte Kirchengemeinde

Den zweiten Preis nahmen Julia Jeschke und Leonie Dietsch entgegen. Die Freundinnen haben zusammen an dem Foto-Wettbewerb teilgenommen. Ihre Fotografie zeigt ein Herbstblatt vor der goldenen Abendsonne. An dem Rand des Blattes haben die jungen Frauen ein Herz ausgeschnitten. „Wir wollten mit dem Foto dem Thema gerecht werden, aber auch unserem künstlerischen Anspruch“, sagt Julia Jeschke. Diese Mühe wurde von der Jury honoriert.

Den dritten Platz des Foto-Wettbewerbs hat Annette Hombrecher gewonnen. Sie hat ihre Schwiegermutter mit ihrer Schwester fotografiert. Die beiden Frauen, beide über 80 Jahre alt, stehen Seite an Seite. „Die beiden unterstützen sich immer gegenseitig und sind füreinander da. Das ist für mich Herzenswärme und Solidarität“, sagt Annette Hombrecher zu ihrem Bild.

Ein „Herzblatt“ von Julia Jeschke und Leonie Dietsch.  Foto: Reformierte Kirchengemeinde

Die anderen Fotografien, die in der reformierten Kirche ausgestellt wurden, zeigen Kerzenlicht, sich umarmenden Menschen, Gebäck in Herzform und Zuneigung. Mit einem Rundgang durch die Ausstellung war die Herzenswärme in Radevormwald sichtbar. Überall scheinen sich Menschen und Tiere empathisch zu begegnen und Freude in alltäglichen Situationen zu finden. Der Foto-Wettbewerb hat nicht nur den Sinn für Herzenswärme bei den aktiven Teilnehmern geschärft. „Viele Gemeindeglieder und Menschen in Radevormwald haben uns die Rückmeldung gegeben, dass sie sich aufgrund des Wettbewerbs Gedanken über Herzenswärme gemacht haben und das finde ich toll“, sagt Pfarrer Jeschke.