Radevormwald: Die kleinen Künstler der Kita Sprungbrett werkeln im Bauwagen

Kita in Radevormwald : Die kleinen Künstler aus dem Bauwagen

Die Waldgruppe der städtischen Kita Sprungbrett hat besondere Kunstwerke erschaffen – und damit auch die Sparkassen-Mitarbeiter begeistert. In der Bank sind die Werke der Nachwuchs-Künstler zu sehen.

In dem Bauwagen, der zur Waldgruppe der städtischen Kindertagesstätte Sprungbrett gehört, sind seit Herbst kreative und abwechslungsreiche Kunstwerke entstanden. Die 20 Kinder, die von Kirsten Feldhoff und Lena Dürholt betreut werden, haben sich jeden Montag ihren Künstlerkittel angezogen, um sich kreativ zu entfalten. Die Kunstwerkstatt gab es dieses Jahr zum ersten Mal – und die Kunst, die bei diesem Projekt entstanden ist, überrascht nicht nur die Betreuer. Auch Michael Scholz von der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen zeigt sich mit Blick auf die Bilder überrascht. Er hat eine Ausstellung im Foyer der Sparkasse organisiert. „Eine Anfrage von einem Kindergarten haben wir selten, aber ich muss sagen die Bilder können mit denen der Rader Schüler mithalten“, sagt Scholz. Er kam am Dienstag in den Bauwagen mitten im Wald, um sich bei den kleinen Künstlern vorzustellen.

Antonia und Noah sind stolz darauf, dass ihre Kunstwerke und die ihrer Freunde jetzt öffentlich zu sehen sind. Ihre erste Ausstellung hat allerdings schon im Winter stattgefunden. „Die ersten Bilder haben wir hier am Bauwagen präsentiert und eine eigene kleine Ausstellung veranstaltet. Die Resonanzen waren sehr positiv“, sagt Kirsten Feldhoff. Inspiriert wurden die kleinen Künstler von der Natur, die sie jeden Tag umgibt.

Die Waldgruppe der Kita Sprungbrett verbringt jeden Tag, egal bei welchem Wetter, von 7 bis 14 Uhr in dem Bauwagen. Der Kontakt zur Natur ist ein wesentlicher Bestandteil des pädagogischen Konzepts und macht die Kinder zu aufgeweckten und neugierigen Menschen. „Hier im Wald lernen die Kinder elementare Dinge und können sich auf sich selber konzentrieren. Für das kommende Kindergartenjahr sind sogar noch zwei bis drei Plätze frei“, sagt Kita-Leiterin Vera Hänel.

Die Ausstellung in der Sparkasse zeigt unterschiedliche Methoden und künstlerische Ansätze. Der „Novembernebel“ wurde mit Naturfarben gestaltet, die von den Kindern aus selbst gepflückten Beeren hergestellt wurden. Zusätzlich kam Salz zum Einsatz, das über die feuchte Farbe gestreut wurde. Das Ergebnis ist ein besonderer Farbverlauf. Die Töne der Natur haben die Mädchen und Jungen in einem Kunstwerk dargestellt, das von dem Architekten Antonio Gaudi inspiriert ist. Mit Luftballons haben die Kinder abstrakte Bilder gedruckt, die später mit einem Filzstift, also einer harten schwarzen Linie, durchbrochen wurden. Die Fensterbilder erinnern an die verschiedenen Lichteinflüsse im Tagesverlauf.

Mit den Werken „Sommerregen“ wollte die Waldgruppe den Regen herbeiholen, den die Natur nach dem trockenen Sommer 2018 dringend braucht. „Die Kinder haben sich ihren Sommerregen selber gestaltet. Wir haben Blätter auf eine Wäscheleine gehängt und mit bunten Farben besprüht. Die Bilder zeigen einen bunten Sommerregen“, sagt Kirsten Feldhoff. Im Foyer der Sparkasse können bis zum 3. Juni aber auch die Sternbilder bestaunt werden. Die Sterne, die die Kinder am Winterhimmel leuchten gesehen haben, haben zu diesen Bildern angeregt. Die Punkt-zu-Punkt-Bilder sind sehr fantasievoll, denn aus kleinen Punkten entstehen neue Sternbilder, die je nach Stimmungslage und Geschmack ausgefallen sind. Die Kinder der Waldgruppe feierten die Eröffnung ihrer ersten öffentlichen Ausstellung im Bauwagen, aber wollen sich noch diese Woche, wenn der Regen etwas nachgelassen hat, auf den Weg in die Sparkasse machen. „Dann gucken wir uns die Ausstellung an und ich denke wir werden alle stolz sein“, sagt Kirsten Feldhoff.

Sie und ihre Kollegin Lena Dürholt wollen die wöchentliche Kunstwerkstatt zunächst beibehalten und sie auch im kommenden Kindergartenjahr anbieten. „Wir hatten alle Spaß dabei und die Ergebnisse zeigen, wie vielseitig das Projekt war“, sagt Lena Dürholt.

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