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Radevormwald: Die Händler auf dem Wochenmarkt haben gut zu tun

Wochenmarkt Radevormwald : Rader Wochenmarkt ist gut besucht

Die Händler hatten am Samstag viel zu tun. Viele Menschen deckten sich mit frischen Waren ein.

Bei strahlend blauem Himmel machten sich am Samstagmorgen viele Radevormwalder auf den Weg zum Wochenmarkt, der trotz der Ausbreitung des Coronavirus’ planmäßig stattfand.

Die Händler hatten an diesem Wochenende viel zu tun. „Seitdem das Coronavirus in den Medien ist und die Ausbreitung auch in Deutschland voranschreitet, ist auf dem Wochenmarkt mehr los. Das war schon in der vergangenen Woche so, aber heute ist es noch ein bisschen mehr“, sagte Axel Kunzmann, der auf dem Rader Marktplatz mittwochs und samstags Eier und Fleischwaren verkauft. „Ich glaube, das liegt daran, dass mehr Menschen zu Hause bleiben, vielleicht aus den eigenen vier Wänden arbeiten und mehr Zeit für einen Einkauf auf dem Wochenmarkt haben. Zum Hamstern eignen sich unsere Produkte nicht. Höchstens, wenn man sie einfriert“, sagte der Marktbeschicker.

Eine Veränderung bei seinen Kunden im Bezug auf den persönlichen Umgang merkt er nicht. Sie sind weiterhin gesprächig, erkundigen sich aktuell aber besonders häufig nach Gesundheit und persönlichem Befinden. Das obligatorische „Bis nächste Woche“ oder „Schönes Wochenende“ wurde durch die Abschiedsworte „Bleiben Sie gesund“ ersetzt.

Auch im Rader Stadtleben sind die Sorgen um das Virus angekommen. Martina Wehrmeister kauft regelmäßig auf dem Wochenmarkt ein, weil sie die Frische der Waren und die freundliche Atmosphäre schätzt. Geärgert hat sich die Radevormwalderin allerdings am Wochenende über einige Mitbürger. „Mir ist aufgefallen, dass besonders die Risikogruppe, also alte Menschen, den empfohlenen Sicherheitsabstand nicht einhalten. Das verstehe ich nicht und das ärgert mich. Das ist einfach unvernünftig“, sagte sie. Sie achtet jetzt noch mehr darauf einen Abstand von knapp zwei Metern zu ihren Mitmenschen zu halten. „Wir müssen uns nicht nur selber schützen, sondern auch unsere Mitmenschen. Das ist leider noch nicht bei allen angekommen.“

Abstand versucht auch Gerhard Hartmann zu halten, der ebenfalls Stammkunde auf dem Wochenmarkt ist. Er achtet aktuell außerdem darauf, sich gesund zu ernähren und seinen Körper mit hochwertigen Lebensmitteln zu stärken. „Es ist wichtig, jetzt gesund zu bleiben und frisch einzukaufen. Gehamstert habe ich nicht, das halte ich für den falschen Weg, weil es Panik verbreitet“, sagte der Radevormwalder.

Obst und Gemüse verkaufte am Samstag Suekrue Oeztuerk auf dem Wochenmarkt. Dass seine Kunden jetzt auf frische Ware setzen, findet er richtig. „Unsere natürlichen Abwehrkräfte zu stärken, ist wichtig. Heute ist auf jeden Fall mehr los, als sonst“, sagte der Marktbeschicker.