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Radevormwald: Der Unterricht im Container kann beginnen

Einschulung in Radevormwald : Unterricht im Container kann beginnen

Gerade noch rechtzeitig fertiggeworden sind die Container für die beiden ersten Klassen am Verbundschulstandort an der Wupper – dem Einsatz der Lehrkräfte, der Stadtverwaltung und der Radevormwalder Handwerker sei Dank.

Manchmal wird eben zeitlich arg auf Kante genäht – gut ist es dann, wenn die Dinge doch noch klappen. Es war zuletzt nicht ganz sicher, dass die beiden Container, in denen die zwei neuen ersten Klassen am Verbundschulstandort Wupper unterrichtet werden sollen, auch pünktlich fertig werden. „Es war sportlich – aber dank des Einsatzes aller Lehrkräfte, der Stadtverwaltung und der Radevormwalder Handwerker haben wir es hinbekommen“, sagt Schulleiterin Tanja Heinen.

Sie sei sehr glücklich, dass der erste Schultag für die kleinen i-Dötzchen schon in deren Klassenzimmern stattfinden könne – und nicht eine Überbrückungslösung hätte gefunden werden müssen. „An den letzten beiden Tagen vor dem ersten Schultag am Freitag werden wir gemeinsam die beiden Räume noch schmücken und dekorieren, um den Kindern einen schönen Empfang zu bereiten“, sagt Tanja Heinen.

Charlotte Hinzmann und Tina Schneider werden die Zebra- und die Löwen-Klasse leiten. Die beiden Lehrerinnen sind ihrerseits auch neu an der Grundschule Wupper. „Ich habe aber auch vorher noch nicht in einem Container unterrichtet“, sagt Tina Schneider. Ihre Kollegin ergänzt: „Ich auch nicht. Aber man kann sich die Container genauso schön einrichten wie jeden anderen Klassenraum auch.“ Zwar könne man keine Nägel in die Wände hauen, um Bilder oder Pinnwände aufzuhängen. „Aber dafür gibt es ja Magnet-Lösungen, die wir auch schon bestellt haben“, sagt Charlotte Hinzmann. Tina Schneider wiederum ist regelrecht begeistert von den neuen Container-Räumen. „Die sind top eingerichtet, es gibt für jede Klasse eigene Toiletten – und sogar Lehrer-Toiletten sind vorhanden.“ Die Kinder hätten zudem im Vorfeld Steckbriefe zum Ausfüllen zugeschickt bekommen. „Die werden wir dann am ersten Schultag an den Magnet-Wänden aufhängen“, sagt Tina Schneider. Und ergänzt: „Wir machen es uns in den Containern schon richtig schön!“

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Den Eltern habe sie bereits im Vorfeld berichtet, dass die Kinder in Containern unterrichtet würden – und dass es sich dabei um eine temporäre Sache handele. „Für die Kinder spielt es vermutlich keine besondere Rolle. Es kommt auf die Lehrkräfte an, ob ihnen der Unterricht gefällt oder nicht – nicht auf den Raum, in dem der Unterricht stattfindet“, ist Leiterin Tanja Heinen sicher. Und in den Containern ist es hell, freundlich – und die Räume seien genauso ausgestattet wie alle anderen Klassenzimmer auch. „Wir freuen uns jetzt einfach auf die beiden neuen ersten Klassen. Und darüber, dass wir an der Grundschule erstmals komplett zweizügig fahren“, sagt sie. Diese Tatsache sei sicherlich auch der guten Quartiersentwicklung zu verdanken, sagt die Schulleiterin. „Die Wupperorte haben sich in den vergangenen Monaten und Jahren sehr gut entwickelt, es sind immer mehr Familien mit kleinen Kindern hierhergezogen – und auch das Familienzentrum entwickelt sich sehr gut“, sagt Tanja Heinen.

Mit einer entsprechend guten Infrastruktur sei das Quartier eben auch für junge Familien interessant. Etwas, womit vor noch wenigen Jahren wohl kaum jemand gerechnet hätte – weder in der Stadt, noch im Quartier selbst.