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Radevormwald Der städtische Krisenstab tagt fast täglich

Corona-Pandemie in Radevormwald : Der städtische Krisenstab tagt fast täglich

Die Stadtverwaltung hat bereits über 100.000 Euro in Schutzkleidung und weitere Schutzmaßnahmen ausgegeben. 36 Homeoffice-Plätze wurden eingerichtet.

Bürgermeister Johannes Mans nutzte die Sondersitzung des Sozialausschusses am Montag, um über die Arbeit des Krisenstabes der Verwaltung zu sprechen, der am 9. März gegründet wurde. „Wir haben einen Krisenstab und eine Vertretung eingerichtet, um die Gesamtsituation der Corona-Pandemie zu überwachen und daraus Handlungskonzept abzuleiten“, sagt der Bürgermeister.

Falls eine Infektion mit dem Coronavirus in der ersten Besetzung auftrete, greife die zweite. Zu der ersten  gehören Johannes Mans, Burkhard Klein, Wolfgang Scholl, Jochen Knorz und Sandra Hilverkus. „Der Krisenstab hat sich seit der Gründung fast täglich getroffen, wir haben 30 Telefonate mit dem Landrat und drei mit dem Ministerium geführt.“

Eine wichtige erste Aufgabe des Krisenstabs war es, Krisenreserven wie Schutzkleidung und Masken zu beschaffen. Wichtige Schritte waren auch die interne Umstrukturierung des Rathauses, das für den Publikumsverkehr geschlossen ist. Die Erreichbarkeit gewährt die Verwaltung über Telefondienste und E-Mail. „Doppelbüros von systemrelevanten Mitarbeitern sind nur noch einfach besetzt, wir haben 36 Homeoffice-Plätze eingerichtet und 14 weitere Diensthandys angeschafft.“

Für Johannes Mans ist die Einrichtung der Corona-Teststrecke in Hückeswagen ein Erfolg. „Wir stehen zu diesem Thema im Austausch mit dem Oberbergischen Kreis und dem Landrat. Aus Personalmangel des privaten Dienstleisters ist die Strecke bisher nur an drei Tagen in der Woche geöffnet.“ Johannes Mans signalisiert, dass Lösungen gefunden werden sollen, um die Strecke an fünf Tagen in der Woche zu öffnen. Auch Schüler und Kita-Kinder aus Radevormwald wurden bereits in Hückeswagen getestet.

Die Stadt Radevormwald hat seit dem Beginn der Pandemie 15.000 Mundschutze gekauft und 1000 Stoffmasken für die Mitarbeiter des Rathauses angeschafft. „Wir haben bisher 41.000 Euro in Schutzkleidung und 66.000 Euro in weitere Ausrüstungen zum Schutz ausgegeben“, berichtet der Bürgermeister.

Die Einrichtung des Einkaufsservice in der Innenstadt und den Wupperorten sowie die Aufrechterhaltung der Pflegeberatungsleistungen hat der Krisenstab in Zusammenarbeit mit dem Trägerverein aktiv55plus erarbeitet.