Radevormwald: Der einzige Bürgermeister von Bergerhof

Reinhold Kopke in Bergerhof : Der vergessene Bürgermeister

Als die Amerikaner am 13. April 1945 in Radevormwald einmarschierten, übernahmen sie auch die Verwaltung der Stadt. Ihre Bemühungen waren es, in der Stadt auf der Höhe wieder eine zivile Verwaltung einzurichten.

Wenn man an alle Bürgermeister der Stadt Radevormwald zurückdenkt, werden die meisten den Bürgermeister vergessen, den der Stadtteil Bergerhof im Jahr 1945 hatte. Heimatforscher Lutz Aldermann weiß, was es mit diesem Bürgermeister auf sich hatte und warum er nur wenige Monate im Amt war. „Sein Name war Reinhold Kopke, und er war nicht der einzige Bürgermeister, der für einen Stadtteil zuständig war“, sagt Aldermann.

Als die Amerikaner am 13. April 1945 in Radevormwald einmarschierten, übernahmen sie auch die Verwaltung der Stadt. Ihre Bemühungen waren es, in der Stadt auf der Höhe wieder eine zivile Verwaltung einzurichten. Radevormwald bekam damals fünf Bürgermeister, die für einzelne Stadtteile zuständig waren. Die Amerikaner unterteilten die Stadt in mehrere Distrikte, denen selbstständige Bürgermeister zugeteilt wurden.

Das erste Gebiet bezog sich auf den Kern, den Norden und den Osten der Stadt und wurde damals von Bürgermeister Rohde übernommen. Reinhold Kopke kümmerte sich nicht nur um Bergerhof, sondern auch um den Süden der Stadt, um das Wilhelmstal, Krebsöge, Kräwinkel und Ispingrade. Für Dahlhausen war Bürgermeister Rudolf Hardt zuständig, für Dahlerau Bürgermeister Eugen Rüggeberg und für Vogelsmühle Mathieu Plum.

In einer Berichterstattung der Bergischen Morgenpost im April 1950 wurde außerdem veröffentlicht, dass die damalige amerikanische Truppe unter der Leitung von First Ltn. Charles E. Lawless agiert hat.

Nachdem das Bürgermeisteramt Mitte April eingeführt wurde, folgte die Auflösung bereits am 9. Mai 1945. Im gleichen Jahr, am 31. Juli 1945, wurde Kopke der Bürgermeister von Radevormwald. Bis er sein Amt ein Jahr später an Robert Wagner abgab, brachte er einiges auf den Weg, das Radevormwald half, sich als Stadt von den Kriegsjahren zu erholen.

Reinhold Kopke, so hat es Stadtarchivarin Iris Kausemann herausgefunden, wurde am 3. Januar 1902 in Rixdorf, heute Berlin-Neukölln geboren. Im April 1936 zog er zusammen mit seiner Ehefrau Hedwig aus Berlin nach Radevormwald.

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