Radevormwald: Debatte über Machbarkeitsstudie über die Zukunft der Grundschulen

Politik in Radevormwald : Verwaltung verteidigt Machbarkeitsstudie

Ein großer Teil der Politik will eine rasche Lösung, um die Raumprobleme der KGS Lindenbaum zu lösen.

Eine kontroverse Diskussion führten die Mitglieder des Schulausschusses am Mittwoch über die Frage, ob die geplante Machbarkeitsstudie zur Zukunft der Grundschulen noch Sinn macht oder nicht. Die Fraktion der Alternativen Liste (AL) hatte beantragt, den Beschluss der Politik vom vergangenen Jahr zur Anfertigung der Studie durch externe Anbieter wieder aufzuheben. Der Hauptgrund: Es dauere viel zu lange, bis Ergebnisse vorlägen. Die Situation in der Katholischen Grundschule Lindenbaum sei wegen der dortigen beengten Verhältnisse jedoch nicht länger tragbar, hier müssten bald Lösungen her.

Der Antrag traf bei mehreren Fraktionen auf Zustimmung. Bernd-Eric- Hoffmann von Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) erklärte: „Wir können das nur unterstützen. Der Container vor Ort sollte nur für zwei Jahre stehen, doch diese Frist ist bereits überschritten.“ Zwar habe die UWG wie die anderen Fraktionen für die Erstellung der Studie gestimmt. Nun jedoch höre man, dass erst einmal ein Unternehmen beauftragt wurde, dass einen Gutachter sucht – damit werde die Entscheidung immer weiter nach hinten verschoben.

Auch Annette Pizzato, die Fraktionsvorsitzender der FDP, räumte ein, sie habe mit rascheren Fortschritten gerechnet. Ebenso die Sozialdemokraten im Ausschuss: Ratsherr Arnold Müller bemängelte, dass man erst im September erste Schritte zur Beauftragung machen könne. „Das ist für die Schule nicht zumutbar.“

Die CDU-Vertreter unterstützten dagegen die bisherige Vorgehensweise. „Wir haben einen Beschluss, ich finde es kurios, dass wir ihn jetzt aufheben sollen“, meint Ratsmitglied Dejan Vujinovic. In der Studie solle es zudem nicht nur um die KGS Lindenbaum gehen, sondern auch um die Entwicklung der Grundschule Bergerhof. Daher könne man dem Antrag der AL nicht zustimmen. Zudem sei der Auftrag an das Unternehmen Ko Part für die Suche eines Gutachters bereits erteilt worden – laut der Verwaltung bereits im November.

Jürgen Funke, der Leiter des Schulamtes, erläuterte, warum die Verwaltung die aktuelle Vorgehensweise für die richtige hält: „Es handelt sich um einen komplexen Sachverhalt, bei dem viele Aspekte berücksichtigt werden müssen.“ Dies sei mit dem Personal der Rader Verwaltung allein nicht zu schaffen. In der Regel brauche es eine Bietergemeinschaft von mehreren Unternehmen, um eine solche Machbarkeitsstudie anfertigen zu lassen. „Und diese Leute können sie nicht mal eben googeln“, sagte Funke. Daher brauche man die professionelle Hilfe von Ko Part. Funke stellt in Aussicht, dass bereits vor Ostern eine Ausschreibung „scharf geschaltet“ werden könne.

Der Antrag der AL-Fraktion, der im Rahmen der Haushaltsberatungen gestellt wurde, soll nun im Rat noch einmal besprochen werden.