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Radevormwald: Das Tamigu-Trio war In der Martini-Kirche zu Gast

Kirche in Radevormwald : Tamigu-Trio lässt geistliche Abendmusik erklingen

Die erste öffentliche Musik-Veranstaltung in der Martini Kirche an der Uelfestraße seit Beginn der Corona-Krise war für Pfarrer Florian Reinecke etwas Besonderes.

Das Tamigu-Trio war am Samstagabend zu Besuch in der lutherischen Martini-Kirche an der Uelfestraße. Die erste öffentliche Veranstaltung, neben den Gottesdiensten, seit Beginn der Corona-Krise war für Pfarrer Florian Reinecke etwas Besonderes. „Schön, dass wir heute Musik hören und den Abend unter dem Thema ,Eine feste Burg ist unser Gott’ genießen können“, begrüßte er das Publikum.

Das Tamigu-Trio fand sich in der Besetzung Orgel, Schlaginstrumentarium, Violine und Sprecher in der Kirche ein. Der Name des Trios setzt sich aus den Vornamen der Musiker zusammen. Tamara Buslova spielt Orgel und Schlaginstrumente, Michael Nachbar die Violine und Günther Wiesemann die Orgel, Schlaginstrumente und ist außerdem Sprecher. Er stellte sich und seine Kollegen vor, bevor mit „Allemande und Courante“ von Johann Sebastian Bach die erste Komposition des Abends erklang. „Wir können seit Juni wieder erste Konzerte spielen und sehr dankbar darüber. Neben Kammerkonzerten spielen wir viele Kirchenkonzerte. In kleinen Kirchen, so wie heute, oder in großen Kirchen, wie dem Rheingauer Dom“, sagt Günther Wiesemann, der mit seinem Trio in ganz NRW unterwegs ist. Er selber kommt aus Hattingen. Für den Abend in Radevormwald hat er ein Programm aus Stücken des 16. Jahrhunderts, aus Barock und Neuzeit zusammengestellt. „Ich wünsche dem Publikum einen inneren Gewinn durch dieses Konzert.“

Nach Bach folgte mit „contrebalance II“ eine Komposition von Günther Wiesemamm für Orgel und zwei Perkussionisten. Die Violine wurde dann wieder mit Antonio Vivaldis Konzert in a-moll laut. Ein besonderes Werk hörte das Publikum nach „Es ging ein Landsknecht übers Feld“ aus dem 16. Jahrhundert. „Um Frieden, um Gnade II“ stammt aus dem Werk von Günther Wiesemann. Unter Einbezug des Chorals „Ein feste Burg ist unser Gott“ erklangen die Violine, die Orgel, der Gong, die Triangel und Klangschalen. Im ersten Teil des Werks war der Choral in textlicher Form zu hören. Die Sprecherstimme von Günther Wiesemann wurde im zweiten Teil in einen musikalischen Kontext gesetzt. Der bekannte Choral entwickelte eine neue Wirkung. Günther Wiesemann hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Stücke komponiert, sein Werkverzeichnis umfasst über 500 Werke aller Genres.

Das inspirierende, oft ungewöhnliche Kirchenkonzert ging mit „Es spricht Christus, des Menschen Sohn“ von Valentin Triller und einer Sonate von Bach zu Ende. Der Eintritt zu dem Konzert war frei, es wurde eine Kollekte für die Musiker des Trios gesammelt.