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Radevormwald: Citymanagement ist trotz Corona aktiv.

Handel und Gewerbe in Radevormwald : Citymanagement ist trotz Corona aktiv

Zwar mussten ein geplanter Stadtrundgang und ein Experten-Workshop erst einmal abgesagt werden, doch ist die Werbegemeinschaft schon im Kontakt mit Citymanager Alexander Bethke und dem Team von „Stadt + Handel“.

Am 5. März hatte sich die Firma „Stadt + Handel“ in Radevormwald als Träger des neuen Citymanagements vorgestellt. Mit Referaten gaben sie einen Ausblick auf ihre Tätigkeit in der Stadt. Kurz darauf traf die Corona-Pandemie Deutschland, und für einige Zeit traten alle andere Themen in den Hintergrund.

Dennoch haben die Mitarbeiter von „Stadt + Handel“ in der Zwischenzeit mit ihrer Arbeit begonnen. Eine Internetseite wurde online gestellt (innenstadt-radevormwald.de), das neue Online-Schaufenster der Werbegemeinschaft mit Öffentlichkeitsarbeit unterstützt, so durch das Plakat „Kaufe lokal!“.

„Das Ziel unserer Arbeit ist ein lebenswertes Radevormwald für Gewerbetreibende, Bewohner und Besucher“, fasst „Stadt + Handel“ auf der Webseite zusammen. Man strebe eine enge Zusammenarbeit mit Wirtschaftsförderung und der Werbegemeinschaft an. „Überschneidungen und Synergien bereichern zukünftige Projekte und tragen zum Erfolg der Arbeit des Citymanagements für Radevormwald besonders bei.“

Eigentlich war geplant, nach der Vorstellung im Bürgerhaus Anfang März noch zwei Veranstaltungen im gleichen Monat folgen zu lassen“, erklärt Burkhard Klein, Leiter des Bauverwaltungsamtes, der auch Ansprechpartner für das Thema Citymanagement ist. „Es sollten ein Stadtrundgang und ein Experten-Workshop folgen.“ Daraus wurde erst einmal nichts, weil das öffentliche Leben wegen der Anti-Virus-Maßnahmen runtergefahren werden musste. Dennoch seien die Mitarbeiter von „Stadt + Handel“, allen voran der neue Citymanager Alexander Bethke „schon fleißig bei der Arbeit“.

Die Politik hatte im Frühjahr 2019 den Weg freigemacht für eine erneute Ausschreibung des Citymanagements. Dieses wird nun enger an die Stadt angebunden werden und soll Einzelhändler, Dienstleister, Gastronomen sowie andere Akteure der Innenstadt beraten. Es soll für die Umsetzung des Flächenmanagements sorgen und die organisatorische Verantwortung für den Verfügungsfonds übernehmen. Im Januar dieses Jahres hatte sich die Politik in einer nicht-öffentlichen Sitzung auf das Büro „Stadt + Handel“ geeinigt.

Auch bei der Werbegemeinschaft hat man bereits mit den neuen Citymanagement-Mitarbeitern Kontakt gehabt – auch wenn die Corona-Krise vieles erst einmal gestoppt hat. „Das neue Citymanagement hat uns bei der Einrichtung des Online-Schaufensters sowohl finanziell als auch durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützt“, berichtet Marcus Strunk, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft.

Der Erfolg dieses neuen Internet-Angebotes sei freilich nicht detailliert messbar, räumt er ein. „Viele informieren sich vermutlich erst einmal über dieses Angebot und kaufen dann ,offline’“, meint Strunk. Aber so sei das Ganze ja auch gedacht gewesen.

Die Frequenz der Kunden sei in den vergangenen Tagen, seit die Lockerungen verkündet wurden, wieder deutlich gestiegen. Bemerkenswert sei allerdings, dass dies von Tag zu Tag verschieden sei: Manchmal sei in der Stadt viel los, an anderen Tagen seien nur sehr wenige Menschen unterwegs.

Wegen der Corona-Krise mussten auch die weiteren Pläne des Citymanagement-Vereins vorerst auf Eis gelegt werden, berichtet Strunk. Unter anderem sollten für den Verein neue Strukturen geschaffen werden – und auch ein neuer Name soll her. „Es ist halt missverständlich, wenn es in einer Stadt ein Citymanagement und einen Citymanagement-Verein gibt“, sagt der Optiker. Das alles soll möglichst im Sommer wieder in Fluss kommen. Der Verein soll sich künftig vor allem um die interkommunale Zusammenarbeit beim Thema Wirtschaftsförderung kümmern. Im Blick haben die Mitglieder dabei besonders den benachbarten Remscheider Stadtteil Lennep und Hückeswagen.