Radevormwald: Bürger wunden sich über plötzliche Parkverbote in Bergerhof

Parkverbote in Bergerhof : Anwohner wundern sich über Parkverbote wegen Kanalsanierung

Auf Facebook machten einige Bürger in den vergangenen Tagen ihrem Ärger Luft über die „zig Verbotsschilder“.

Überrascht von zeitweiligen Parkverbotsschildern zeigen sich in diesen Tagen Anwohner in Bergerhof. Wegen Kanalarbeiten können in mehreren Straßen – Lohengrinstraße, Espertstraße, Schillerstraße, Dannenbergstraße, Kreuzstraße, Froweinstraße – vorübergehend die Anlieger ihre Autos nicht abstellen wie gewohnt.

Auf Facebook machten einige Bürger in den vergangenen Tagen ihrem Ärger Luft über die „zig Verbotsschilder“. „Wir Anwohner werden gar nicht informiert“, beschwert sich ein Betroffener. Eine Kommentatorin nimmt es mit Humor und witzelt: „Karnevalsumzug verlegt nach Bergerhof?“

Ulrich Dippel, Leiter des Tiefbauamtes, stellt klar, dass von der Stadt normalerweise eine Ankündigung solcher Sanierungen rausgeschickt werde. In diesem Fall hätten allerdings auch die Mitarbeiter der Abteilung kurzfristig davon erfahren, dass die Schilder schon aufgestellt waren. „Wir hatten am Dienstag einen Termin vor Ort“, sagt Dippel.

Die Baumaßnahme wird im Auftrag der Stadt von einer Fachfirma durchgeführt. Dass die Schilder bereits stehen, sei rechtlich übrigens in Ordnung: „Der Antrag wurde erteilt, und die Genehmigung liegt vor“, sagt Dippel. Dass es bei der Kommunikation in diesem Fall etwas gehapert habe, liege offenbar daran, dass der Bauleiter krank geworden sei. Die Anwohner müssten nun nicht befürchten, dass wegen der Kanalsanierungen die Straßen weiträumig aufgerissen werden, stellt Amtsleiter Ulrich Dippel klar: „Da wird nichts aufgemacht. Diese Maßnahmen werden mit Robotertechnik durchgeführt.“

Dass die Straßen zeitweise mit einem Parkverbot belegt wurden, liege daran, dass die Firma einen ständigen Zugang zu den Kanalschächten brauche. „Man kann nicht vorhersehen, wann man hier oder da mit dem Fahrzeug stehen muss“, erläutert Dippel. Daher seien die Schilder aufgestellt worden. „Sie gelten tagsüber aber nur von 7 bis 17 Uhr und an den Wochenende gar nicht“, sagt er. Die Belästigungen für die Anlieger sollten sich somit in Grenzen halten.

Allzu lange würden die Arbeiten auch nicht dauern, stellt der Amtsleiter in Aussicht. „In zweieinhalb bis drei Wochen wird alles fertig sein“, verspricht Dippel. Dann können die Bürger in Bergerhof ihre Fahrzeuge wieder wie gewohnt auf den Straßen abstellen.