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Radevormwald: Bürger beklagt komplizierte Zuteilung der gelben Säcke

Abfallentsorgung in Radevormwald : Probleme mit den Gelben Säcken

Horst Härtel wollte eigentlich nur eine neue Rolle der gelben Müllsäcke besorgen. Doch das erwies sich als schwieriger, als er gedacht hatte.

Eine kleine Odyssee war es, die Horst Härtel jüngst von einer Anlaufstelle zur anderen geführt hat – und das nur, weil er weitere gelbe Säcke für die Müllentsorgung brauchte. „Ich habe in diesem Jahr schon zu viel gesammelt, so dass die zugeteilten Gelben Säcke nicht reichen“, sagt der Radevormwalder. Bestimmt kein Problem, dachte sich Härtel und ging zu einer Tankstelle, wo er schon Anfang des Jahres die zugeteilte Rolle gelbe Tüten bekommen hatte. Leider erfuhr er, dass er die Rolle nur gegen einen Gutschein der Verwaltung erhalte. Härtel sprach bei der Stadt vor. „Die Auskunft: Da müssen sie bei der BWS anrufen.“ Das heißt, bei der Bergischen Wertstoff-Sammel-GmbH, die ihren Sitz in Engelskirchen hat.

„Ich erhalte einen gelben Zettel, auf dem steht, unter welcher Telefon-Nummer, Fax-Nummer oder E-Mail-Adresse die Bergische Wertstoff-Sammel-GmbH für Fragen rund um Verpackungen gerne Rede und Antwort steht. Bei meinem Anruf am Freitag meldet sich freundlich ein automatischer Anrufbeantworter, der mir einen Rückruf nach Beendigung der Pause verspricht“, berichtet Härtel weiter.

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Der Rader sprach auf den Anrufbeantworter, erhielt aber keinen Rückruf. Er rief am folgenden Mittwoch noch einmal an. Diesmal meldet sich eine freundliche Dame. Und sie hat frohe Kunde: „Ich wiederhole mein Anliegen und erfahre nach kurzen Recherchen der Dame, dass ein Brief an mich seit Montag unterwegs sei.“ Tatsächlich traf der Brief ein, versehen mit einem freundlichen Anschreiben sowie einen mit Stempel und Unterschrift versehenen Gutschein über eine Rolle gelbe Säcke.

Der nächste – und diesmal zum Glück letzte – Weg in dieser Sache führte Horst Härtel dann zur schon erwähnten Tankstelle – wo er glücklich die Rolle mit den gelben Säcken in Empfang nehmen durfte.

„Mir ist klar, dass ein leichter Zugang zu weiteren gelben Säcken zu kostenaufwendig und deshalb unverantwortlich wäre“, resümiert der nicht zu entmutigende Abfallsammler. „Trotzdem meine Frage: Geht das Prozedere nicht vielleicht doch etwas einfacher?“

Michael Langenau von der Radevormwalder Kämmerei, die sich um das Thema Abfallentsorgung kümmert, wundert sich über Horst Härtels Geschichte. „Da muss ein Missverständnis passiert sein“, vermutet er. „Eigentlich haben die Bürger die Möglichkeit, im Eingangsbereich des Rathauses und im Servicebüro gegen Ausfüllen eines Formulars die Rollen zu bekommen.“ Es stimme aber, dass bei Fragen zum Entsorgungskalender mit den Abholterminen die GmbH in Engelskirchen zuständig sei. „Ansonsten sind wir sehr auf Bürgernähe bedacht“, versichert der Stadtmitarbeiter.