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Radevormwald braucht derzeit keine zusätzlichen Schulbusse

Politik in Radevormwald : Keine zusätzlichen Schulbusse nötig

Stadt könnte Fördermittel beim Land beantragen, es gibt aber keinen Bedarf. Die Busse sind nach Angaben der Busunternehmen nicht übermäßig gefüllt. Sitz- und Stehplätze werden angeboten und normal genutzt.

Das Land NRW verlängert die Unterstützung der Schulträger und Landschaftsverbände bei der Organisation zusätzlicher Schulbusse. Darüber informiert nun der CDU-Landtagsabgeordnete für Radevormwald, Jens-Peter Nettekoven. Bislang seien befristet bis zu den Herbstferien 13,5 Millionen Euro bereitgestellt worden. Diese Mittel würden nun bis zum Jahresende verlängert.

„Die exponentiell steigenden Infektionszahlen geben Anlass zur Sorge. Um einen erneuten Lockdown und die damit einhergehenden Schulschließungen zu vermeiden, gilt es nun, jeden Einzelnen bestmöglich zu schützen“, erklärt der CDU-Politiker. „Mit der Bereitstellung von zusätzlichen Schulbussen können die Schülerinnen und Schüler mehr Abstand wahren und das Virus so konsequent eindämmen.“

NRW gehe hier mit gutem Beispiel voran. Das Saarland und Rheinland-Pfalz seien bereits dem Förderprogramm gefolgt und böten ebenfalls zusätzliche Schulbusse an.

Die Förderung kann von den Kommunen beim Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen gestellt werden. Antragsteller können die Kommunen in ihrer Funktion als Aufgabenträger des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) als auch Schulträger sowie als Träger von Ersatzschulen sein.

Wie Jürgen Funke, der Leiter des Radevormwalder Schulamtes im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, gibt es in der Bergstadt allerdings derzeit keinen Bedarf. Man habe mit den jeweiligen Schulen und den entsprechenden Busunternehmen darüber gesprochen. „Eine Ausnahme gab es für drei Tage im Sommer, als es Hitzefrei gab. Hier hatten alle Schulen an der Hermannstraße alle gleichzeitig Schulschluss“, berichtet Funke. Die OVAG setzte für diesen Zeitraum jeweils einen Zusatzbus ein, und zwar zu minimalen Kosten, wie Funke betont.

Wenn sich an den bestehenden Corona-Regelungen für Schulbusfahrten (das heißt: Maskenpflicht im Bus, keine Abstände erforderlich) nichts ändere, dann werde Radevormwald auch weiterhin keine zusätzlichen Bedarfe auf diesem Gebiet haben. „Die Busse sind auch nach Angaben der Busunternehmen nicht übermäßig gefüllt. Sitz- und Stehplätze werden angeboten und normal genutzt“, teilt der Schulamtsleiter mit.

(s-g)