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Radevormwald: Blut spenden in Zeiten von Corona

Große Hilfsbereitschaft an der Wupper : Blut spenden in Zeiten von Corona

Zum Termin an der Wupper kamen 105 Spender, darunter sogar 17 Erstspender.

Angesichts vieler Berichte über egoistische Hamsterkäufe gibt es auch positive Beispiele für Gemeinschaftssinn in diesen Tagen. Das haben Ralf Feldhoff und seine Mitstreiter vom Ortsverband Dahlerau des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) erlebt. „Wir hatten am Dienstag unsere Blutspendeaktion“, berichtet der Vorsitzende. „Natürlich unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen, mit Maske und Handschuhen.“ Die Beteiligung sei außerordentlich gewesen. „Es waren 105 Menschen gekommen, und was das Besondere ist, es waren 17 Neuspender darunter.“ Er richtet ein großes Dankeschön aus an jene Bürger, die sich trotz der schwierigen Situation aufmachen, um für andere Menschen etwas zu tun. „Wegen des vorgeschriebenen Mindestabstandes waren manche Spender bereit, vor der Tür fast eine Stunde zu stehen“, schildert Feldhoff. Und natürlich gilt sein Dank auch dem Team des DRK Dahlerau, das weiterhin seinen Dienst für die Allgemeinheit leistet.

Blutspenden werden auch in diesen Zeiten gebraucht, bekräftigt Ralf Feldhoff. „Auch wenn derzeit wegen des Coronavirus viele Operationen verschoben werden.“ Die Umstände seien durch die aktuellen Vorschriften natürlich etwas anders, nicht nur beim Einhalten von Sicherheitsabständen.

Ralf Feldhoff vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Dahlhausen ist stolz und dankbar über die enorme Spendenbereitschaft. Foto: DRK Dahlhausen

„Normalerweise sind die Spender, die zu uns kommen, zu einem Imbiss eingeladen. Das ist zugleich eine Gelegenheit zu sehen, wie gut die Blutabnahme vertragen wird.“ In diesem Fall musste freilich Geselligkeit auf engem Raum vermieden werden, und so erhielten die engagierten Blutspender als Dankeschön ein Lunchpaket.

Der Blutspendedienst West des DRK betont auf seiner Internetseite ebenfalls, dass weiterhin Spenden benötigt werden, auch wenn OPs nun verschoben werden. Sollten die Menschen nicht mehr spenden, könne dies „unter Umständen dazu führen, dass wir unseren Versorgungsauftrag nicht mehr erfüllen können“, teilt das DRK mit. Dabei sei es wichtig, dass auch weiterhin Spendenlokale zur Verfügung stünden, sonst könne man „keine Blutspendeaktion durchführen, keine Blutspenden erhalten, weiterverarbeiten, testen, und am Ende fehlen die Blutpräparate bei den Patienten in den Kliniken.“