Radevormwald: Bewerbungshilfe für junge Menschen

Jugendtreff „life-ness“ : Bewerbungshilfe für junge Menschen

Kevin Cords verstärkt als neuer Mitarbeiter das Team im Jugendtreff „Life“. Der 25-Jährige ist hauptsächlich für den Bereich der aufsuchenden Hilfen zuständig. In diesem Rahmen will er Jugendlichen bei der Ausbildungssuche helfen.

Der 25-jährige Sonderpädagoge Kevin Cords ist brandneu in seinem Job im Kinder- und Jugendtreff „Life“ – und auch seine Stelle wurde erst Anfang des Monats ins Leben gerufen. Offiziell der Öffentlichkeit präsentiert hat sich der junge Rader am vergangenen Wochenende beim Frühlingsfest zum 20-jährigen Bestehen des Jugendtreffs Auf der Brede. Da stand der junge Mann etwa am Grill, wendete Würstchen und strahlte gute Laune aus. „Ich habe eigentlich Sonderpädagogik studiert, hatte aber schon während meines Studiums den Schwerpunkt der aufsuchenden Hilfen gesetzt. Und den habe ich nun im Jugendtreff auch“, sagte der 25-Jährige. Derzeit sei er dienstags und donnerstags an der Armin-Maiwald-Schule zur Lese- und Schreibförderung eingesetzt, auch zuvor habe er sechs Jahre an der Förderschule in der Einzelförderung gearbeitet. „Ich kenne also die Jugendlichen an der Schule, die Unterstützung in der Schule ist auch gerne gesehen“, sagte Cords.

Ab sofort soll der 25-Jährige jungen Menschen dabei helfen, in Ausbildung und Beruf zu kommen. Dafür hat er ein Büro in den Räumlichkeiten des Jugendtreffs. „Die Jugendlichen kommen zu mir, und wir klären im gemeinsamen Gespräch, was für sie interessant und passend sein könnte“, sagte Cords. Ein Stück weit gehe es dabei natürlich auch um eine realistische Einschätzung der eigenen Person sowie von Stärken und Schwächen. „Bestenfalls klärt sich in diesen Gesprächen, was die Jugendlichen sich beruflich vorstellen können – aber eben auch, wer sie sind und was sie ausmacht“, sagte der 25-Jährige.

Die Jugendlichen wolle er sowohl im Jugendtreff als auch bei seinen Einsätzen in den Schulen ansprechen. „Ich bin im Moment nur in der Armin-Maiwald-Schule, will das aber auch für die anderen Schulen in der Stadt anbieten“, sagte Cords. In der bislang noch kurzen Zeit seit seinem offiziellen Arbeitsbeginn am 1. Mai habe er auch schon ein paar Gespräche führen können. „Mit einem Jugendlichen habe ich bereits zwei Bewerbungen geschrieben und verschickt, die dritte bringen wir gemeinsam in einen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb in Rade“, sagte Cords.

Neben der Hilfe beim Schreiben der Bewerbungen, werde er auch als Ansprechpartner für Bewerbungsgespräche agieren. „Das ist ja der nächste Schritt, und auf den werde ich die Jugendlichen dann auch vorbereiten und coachen.“ Das Thema Bewerbungsverfahren habe er sehr ausführlich in seinem Studium behandelt. „Wir geben hier den Jugendlichen Hilfestellungen und bisweilen auch den nötigen Ansporn für die Bewerbungen“, sagte Cords.

Auch Bürgermeister Johannes Mans lobte das neue Angebot: „Im Rahmen der Arbeit der Quartiershilfen werden wir dieses neue Angebot auch ausweiten. Es ist entscheidend, dass die Kinder und Jugendlichen hier vor Ort Kontakte knüpfen können. Das sind ganz lebensnahe Ideen, die hier im Quartier umgesetzt werden.“

Das mittelfristige Ziel sei auch, ein Netzwerk aufzubauen, sagte Cords. „Wir sprechen gerade mit Unternehmen in der Stadt, vom kleinen Betrieb bis zu den ganz großen Firmen, um eben eine Schnittstelle zwischen Jugendlichen und den Firmen zu schaffen.“ Das Interesse sei dabei sehr groß, was ihn gefreut habe. „Ich hatte es mir schwieriger vorgestellt, das Interesse zu wecken, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich habe von einigen Unternehmen die Rückmeldung bekommen, dass sie sich genau so etwas gewünscht hätten“, sagte Cords.

Sein persönliches Ziel sei es, das Angebot auf die ganze Stadt auszuweiten. „Es soll nicht nur für die Jugendlichen Auf der Brede sein, sondern für ganz Rade – ich hätte mir ein solches Angebot mit 15 oder 16 Jahren auch gewünscht“, sagte Cords. Auch das sei ganz im Sinne des Bürgermeisters: „Wir haben großes Interesse daran, dass dieses Angebot ausgeweitet wird. Wir wollen die Jugendlichen ganzheitlich betrachten und da abholen, wo sie sind“, sagte Mans.

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