Evangelisches Familienzentrum Kottenstraße Bewegungswoche soll 2024 verlängert werden

Radevormwald · Mit einem anspruchsvollen Bewegungsparcours neigte sich die Bewegungswoche des Familienzentrums Kottenstraße am Donnerstag langsam ihrem Ende zu.

Konzentriert bewegt sich Lija (5) auf dem Schwebebalken – unterstützt von Vera Birnstein.

Konzentriert bewegt sich Lija (5) auf dem Schwebebalken – unterstützt von Vera Birnstein.

Foto: Jürgen Moll

Hibbelig hüpfen sie von einem Fuß auf den anderen, während sie in der Umkleide auf das Kommando warten. Die Aufregung und Vorfreude auf die besondere Übungsstunde in der Sporthalle ist gigantisch. Die ganze Woche schon war für die Kindergartenkinder des Familienzentrums Kottenstraße sowie für die Erstklässler der Grundschule Stadt ein großes Abenteuer, bescheinigen Lehrerinnen und Erzieherinnen mit einem amüsierten Lächeln.

Die Bewegungswoche – ein absoluter Erfolg. Warum? Das wird Donnerstagmorgen in der Sporthalle deutlich. Hier ist ein anspruchsvoller Parcours mit mehreren Stationen aufgebaut, an denen die Kinder klettern, schwingen, krabbeln, springen und balancieren müssen. Der Blick der Kinder verrät genau das Level ihres Selbstvertrauens. Die größeren Jungs und Mädchen der Grundschule laufen etwas forscher auf die Übungen zu. Auch einige Jungs der Kita wagen sich mutig ins Abenteuer.

Einige Mädchen jedoch bleiben zweifelnd davor stehen, scheinen sich gut zu überlegen, ob sie sich diese Hürde zutrauen oder nicht. So wie die fünfjährige Lija, die nach sechs Stationen nun an der siebten ihre Zweifel zu haben scheint. Der Schwebebalken vor ihr ist recht hoch. Darauf soll sie bis ans andere Ende balancieren, ohne auf die darunterliegenden Matten zu fallen. Lija beobachtet genau, wie es die Erstklässlerin vor ihr macht. Dann ist sie an der Reihe, schaut auf den Balken, dann wieder weg. Sie zweifelt. Grundschullehrerin Vera Birnstein bietet ihre Hilfe an. Sie reicht Lija die Hand und behutsam steigt die Fünfjährige auf den Balken und kämpft sich ruhig, Schritt für Schritt voran.

Am Ende angekommen, hüpft sie vom Balken herunter und strahlt. „Gut gemacht“, lobt Birnstein und entlässt das Mädchen zur letzten Station. Den Slalomlauf zwischen schweren Medizinbällen hindurch absolviert sie freudestrahlend und strotzend vor Glücksgefühlen.

Nach jedem weiteren Durchlauf wirken die Kinder sicherer, weil sie die Hürden schon genommen und gemeistert haben. Dieses Bild, verrät Vanessa Piras, Leiterin des Familienzentrums, habe sich in den vergangenen Tagen häufiger wiederholt. „Die Woche war total toll für die Kinder und die Kollegen gleichermaßen. Die Kinder waren viel engagierter als sonst, haben in den Tagen gelernt, sich mehr zuzutrauen“, berichtet Piras.

Weil aber längst nicht alle Ideen für Bewegungsspiele des Kollegiums zeitlich in einer Woche realisiert werden konnten, haben Erzieherinnen und Lehrerinnen schon jetzt den Entschluss gefasst, die Bewegungswoche im kommenden Jahr zu verlängern. „Wir wollen dann zwei statt einer Bewegungswoche anbieten, dann können wir alle Ideen umsetzen, und die Kinder bekommen auch ihre Ruhephasen.“

Ein besonderes Highlight sei der Ausflug ins Nessi-Kinderland gewesen, aber auch die Angebote in Kooperation mit den Vereinen am Nachmittag, seien sehr gut angenommen worden.

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