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Radevormwald: Belvona setzt erste Zeichen für Wohnen auf der Brede

Wohnen in Radevormwald : Belvona setzt erste Zeichen auf der Brede

Die Belvona GmbH will die Quartierentwicklung auf der Brede vorantreiben. Das Unternehmen ist im Gespräch mit dem Quartiermanagement. In der Vergangenheit hatte es deutliche Kritik gegeben.

 Anfang des Jahres hat die Belvona GmbH die Wohnsiedlung auf der Brede übernommen, die sechs Jahre lang von der Altro Mondo GmbH verwaltet wurde. Unter dem neuen Immobilienverwalter ist es bereits zu Kritik von Mietern gekommen, der sich auch Kommunalpolitiker angenommen haben. Am Mittwochmittag waren Volljurist Christian Niewerth und Projektmanagerin Jasmin Spencer vor Ort, um sich ein Bild von dem Quartier zu machen und ein positives Zeichen zu setzen.

„Wir wollen den Standort weiterentwickeln und die Kommunikation zwischen Belvona und den Mietern, aber auch mit der Stadtverwaltung und dem Quartiermanagement verstärken. Mit der Quartiermanagerin stehen wir in einem guten Dialog“, sagt Jasmin Spencer. Zusammen mit ihrem Kollegen ist sie in den Austausch mit der Stadtverwaltung getreten. „Erste Gespräche sind gelaufen und vor Ort gibt es viele kreative Ideen zu dem Standort auf der Brede“, sagt Christian Niewerth.

An dem Eingang zu der Wohnsiedlung, die aktuell einen sehr hohen Leerstand hat, wird mit der Realisierung von bezahlbarem Luxus geworben. Früher war der Wohnraum für günstiges Wohnen und seine Sozialwohnungen bekannt. Die werden in Radevormwald immer weniger. „Wir bieten zwei unterschiedliche Ausstattungsvarianten an. Wir haben die Classic-Variante und ein Luxus-Programm, zwischen denen die Mieter wählen können. Bei einer Neuvermietung werden die Wohnungen dann saniert“, sagt Jasmin Spencer. Mietern, die Kontakt mit Belvona aufnehmen wollen, rät sie die Kontaktaufnahme über die offizielle E-Mail-Adresse.

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Der Informationsaustausch zwischen Mietern und Vermieter wurde noch Anfang des Jahres von Bewohnern auf der Brede bemängelt. „Wir kennen das Problem und wissen, dass die Durchwahl oft besetzt ist. Entgangene Anrufer werden aber zurückgerufen und E-Mails tagesaktuell an den zuständigen Kollegen weitergeleitet.“ Auf dem großen Spielplatz des Wohngebietes verspricht ein Schild die Sanierung des Platzes für 2021. Christian Niewerth rechnet mit einer Umsetzung im kommenden Jahr. „Den Zeitraum werden wir nicht schaffen, das ist wichtig zu kommunizieren. 2022 wird der Spielplatz aber erneuert“, sagt er. Im Moment macht der Spielplatz einen verwilderten Eindruck. Am Mittwoch trafen sich die Mitarbeiter von Belvona mit Quartiermanagerin Marie Steinhauer und Jochen Pries, Leiter des Jugendtreffs „Life“. Die Spielkiste, die jetzt auf dem Spielplatz in der Wohnsiedlung steht, wurde von Belvona angeschafft und mit der Unterstützung des Quartiermanagements befüllt. „Es wäre schön, diesen Standort, auch in Verbindung mit dem Spielplatz und der Spielkiste mit einem kleinen Nachbarschaftsfest zu beleben. Das ist für kommendes Jahr geplant“, sagt die Quartiermanagerin. Das Team um Jochen Pries wird sich darum kümmern, dass die Spielkiste und ihr Inhalt von Kindern und Jugendlichen entdeckt werden. Außerdem kümmert sich der Jugendtreff darum, dass die Spielkiste tagsüber aufgeschlossen wird. Der offene Bereich des „Life“ wird in den kommenden Monaten in eine ehemalige Gewerbeeinheit auf der Brede ziehen und damit in die Mitte des Quartiers.

Jochen Pries freut sich auf diese Chance. „Der offene Bereich wird dann an einer Stelle sein, an der viele Kinder und Jugendliche vorbei kommen. Das ist super“, sagt er. Bis es soweit ist, müssen allerdings Sanierungen erfolgen.

Das Quartiermanagement war auch am Rand der Wohnsiedlung tätig und hat eine Wildblumenwiese entlang des Quartiers gepflanzt. Jasmin Spencer zeigt sich froh über die Zusammenarbeit mit dem Quartiermanagement und will den Standort voranbringen. Der Kritik der vergangenen Monate wollen sie und Christian Niewerth sich stellen und Lösungen finden.