Radevormwald bekommt sieben neue e-Ladesäulen für Autos

Zweite Ladesäule für E-Mobile in Radevormwald eröffnet : Radevormwald bekommt sieben neue e-Ladesäulen für Autos

Die Nachfrage nach Strom für E-Mobile steigt auch in der Bergstadt. Gestern gab SWR-Geschäftsführer Thomas Behler die zweite e-Ladesäule an der Poststraße frei.

Elektromobile machen auch vor Radevormwald nicht Halt. Während die beiden Ladepunkte auf dem Hohenfuhrplatz am Donnerstagmorgen belegt waren, gab Thomas Behler in weiser Voraussicht der künftigen Entwicklung auf diesem Markt die nächste E-Ladesäule auf dem Parkplatz an der Poststraße frei. Seit Donnerstag können E-Autobesitzer ihr Fahrzeug an der Schlossmacher-Galerie an die Steckdose hängen, während sie einkaufen gehen. Die frohe Kunde für alle, die mangels öffentlicher Ladestationen noch nicht den Schritt zur E-Mobilität gemacht haben: 2019 gibt es in Radevormwald sechs weitere e-Ladesäulen.

Nach Einschätzung von Udo Knopp, zuständig beim SWR für Vertrieb und Marketing, fahren in Radevormwald etwa 25 E-Mobile, darunter vier von den Stadtwerken und zwei von der Stadtverwaltung. Die Stadtwerke haben zudem vier Erdgas betriebene Fahrzeuge, aber auch vier Diesel. „Da gibt es für die erforderlichen Fahrzeugtypen noch keine Verfügbarkeit an E-Mobilen“, sagte Behler. 80 bis 90 Prozent der Fahrleistung bei den Stadtwerken würde aber mit Erdgas oder Elektrizität erfolgen.

So ist E-Mobilität in Radevormwald ausbaufähig. Das haben die Stadtwerke schon an der Nutzung der e-Ladesäule am Rathaus festgestellt. 2013 wurde für 100 kWh getankt. Damit konnten etwa 500 Kilometer gefahren werden (gerechnet werden etwa 20 kWh pro 100 Kilometer). Aktuell im Jahr 2018 waren es an dieser Ladesäule auf dem Hohenfuhrplatz schon 1900 kWh.

„Unsere Ladesäulen werden als Ergänzungsladung genutzt“, ist sich Knopp sicher. „Viele Besitzer tanken in der Firma oder Zuhause.“ Behler erwartet aber einen „spürbaren Schub“ bei der E-Mobilität, da die steuerliche Förderung bei Firmenautos gerade bei E-Mobilen verbessert werde. Zudem pusche die Diesel-Diskussion die E-Fahrzeuge.

Drei weitere Ladesäulen werden 2019 am „life-ness“, am Wuppermarkt und zwischen Rewe und Lidl an der Poststraße aufgestellt, für die übrigen Standorte liegen noch keine Genehmigungen vor.

Autostromverträge haben die Stadtwerke Radevormwald noch nicht abgeschlossen; Behler geht aber davon aus, dass sich dies künftig ändern wird. Zudem würden wieder Photovoltaikanlagen attraktiv – wenn wenigstens 50 Prozent für die Ladetätigkeit von E-Mobilen genutzt werde. „Eine Einspeisung lohnt sich nicht mehr, aber wer so sein Auto zu Hause aufladen kann, gewinnt“, sagte der Geschäftsführer.

Die Tankladung für 100 Kilometer Autofahrt kostet an den SWR-Ladesäulen zwischen 4,50 und fünf Euro. „Man muss auch kaum bremsen, hat somit kaum Verschleiß. Nimmt man das Gas weg, bremst das E-Mobile – und lädt gleichzeitig den Akku“, berichtet Behler über seine Erfahrungen.