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Radevormwald: Bei der Flut 2021 rutschte in Oberdahl ein Stück Straße weg

Rückblick auf die Flut 2021 : Und plötzlich war in der Straße ein Loch

Nach dem Starkregenereignis und der Flut am 14./15. Juli 2021 war Oberdahl vier Monate lang nur schwer zu erreichen. Das Wasser hatte einen Hangrutsch ausgelöst.

Die Ortschaft Oberdahl, hoch oben auf den Hügeln an der Grenze zu Wuppertal gelegen, ist generell nicht leicht zu erreichen. Eine schmale, steile Straße führt dorthin, und in der Ortschaft selber ist nicht viel Platz zum Wenden.

Im vergangenen Jahr war es allerdings für mehrere Monate besonders problematisch, die Ortschaft zu erreichen – oder zu verlassen. Der Grund war das Hochwasser in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli. Mit rund 290 Metern über dem Meeresspiegel waren die Gebäude zwar vor den Wupperfluten sicher, doch der Starkregen, der das Hochwasser ausgelöst hatte, prasselte auch auf die Hügel. Mit heftigen Folgen: Es kam zu einem Hangrutsch, ein Teil der Straße rutschte gleich mit ab, und ein große Loch klaffte in der Fahrbahn, die gesperrt werden musste. Es war der größte bauliche Schaden, den Radevormwald durch das Extremwetter zu verzeichnen hatte.

 Ende November 2011 war die Straße von Oberdahl nach Dahlerau wieder saniert und stellt sich heute so dar.
Ende November 2011 war die Straße von Oberdahl nach Dahlerau wieder saniert und stellt sich heute so dar. Foto: Stefan Gilsbach

Sven Scheel betreibt ein Unternehmen für Innenausbau mit Sitz in Oberdahl. Er und andere Einwohner mussten, so lange die Sperrung anhielt, einen holprigen Wirtschaftsweg in Richtung Spiekern nutzen. „Das ist ja quasi nur ein Schotterweg“, berichtet Scheel. Für die Fahrzeuge sei das natürlich nicht gerade pfleglich gewesen: „Da sind einige Radkappen drauf gegangen.“

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Derweil wurde allerdings auf der üblichen Zufahrt gearbeitet, die abgerutschte Straße mit einer 14 Meter langen und 3,55 Meter hohen Stützmauer neu befestigt und asphaltiert. Ende November 2021 konnte die Straße zur Erleichterung der rund 40 Einwohner von Oberdahl wieder freigegeben werden – die Bürger hatten sich gesorgt, dass während des Winters die Ortschaft bei Schneewetter völlig abgeschnitten sein könnte. Die Kosten für die Sanierung lagen bei rund 130.000 Euro, dank der Soforthilfe des Oberbergischen Kreises hatte die Stadt rasch Zugriff auf die Mittel.

Mit der sanierten Straße sind die Einwohner zufrieden: „Es gibt keine Probleme mehr“, versichert Sven Scheel.

(s-g)