Kindergarten in Radevormwald Baumhaus ist fertig – Kita-Kinder begeistert

Radevormwald · Die Kinder der evangelischen Kita Himmelswiese haben ihr neues Baumhaus nach den Sommerferien mit Begeisterung in Besitz genommen. Baumeister Oliver Trapp hat einen Monat daran gearbeitet.

 Für die Kinder der Kita Himmelwiese ist ein Traum wahr geworden: Sie haben ihr eigenes Baumhaus. Viele haben mitgeholfen, damit dieses Projekt umgesetzt werden konnte.

Für die Kinder der Kita Himmelwiese ist ein Traum wahr geworden: Sie haben ihr eigenes Baumhaus. Viele haben mitgeholfen, damit dieses Projekt umgesetzt werden konnte.

Foto: Jürgen Moll

Es sieht aus, als wäre es immer schon dagewesen – das nagelneue Baumhaus mit großer Rampe und Rutsche rund um den mächtigen Silberahorn im Außenbereich der evangelischen Kita Himmelswiese an der Stauffenbergstraße. Dabei ist es gerade einmal eine knappe Woche in Betrieb, die Abnahme durch den TÜV liegt ein paar Tage länger zurück – und die Kinder der drei Gruppen in der Kita haben das Baumhaus auch schon mit großer Begeisterung in Besitz genommen.

Leiterin Sylvia Köster ist dementsprechend rundum zufrieden, wie es sich von der ersten Idee nach einer Fortbildung mehrerer Mitarbeiterinnen im März 2021 zum fertigen Baumhaus entwickelt hat. „Es hat alles wirklich wunderbar funktioniert, vor allem auch, weil alle Beteiligten vollkommen von der Idee überzeugt waren und mitgeholfen haben“, sagt sie.

Das Wort „Baumhaus“ habe offensichtlich für viele Menschen eine positive Konnotation, sagt die Kita-Leiterin. „Wir haben von der Bürgerstiftung der Stadtsparkasse und vom Lions Club großzügige Spenden bekommen – irgendjemand hat wohl bei den Lions einen Antrag gestellt“, sagt sie. Und auch die Kita-Mitarbeiterinnen hätten viele Aktionen organisiert, um ihren Teil zu den insgesamt rund 30.000 Euro Kosten beisteuern zu können. „Wir haben immer wieder Kuchen und Waffeln verkauft, die Eltern haben dann Waffelteig oder eben die Kuchen gespendet – es war schön zu sehen, wie alle mit im Boot gewesen sind. Das war eine wirkliche Gemeinschaftsleistung“, sagt Sylvia Köster.

Und nicht zuletzt habe auch die Kommunikation mit dem Möbel- und Kinderspielgeräte-Hersteller Oliver Trapp aus Remscheid wunderbar funktioniert. „Er ist schon zwei Wochen vor den Ferien bei uns gewesen und hat angefangen. Das war natürlich für die Kinder toll, da sie schon einiges mitbekommen haben“, sagt die Kita-Leiterin. Jonah, Joshua und Maximilian hatten damals einen echten Logenplatz – geht das große Fenster ihrer Gruppe doch direkt in den Garten hinaus. „Wir haben Oliver Trapp gefragt, wie er denn auf den Baum hochkommen will. Da hat er nur mit den Armen gewackelt und gesagt, dass er wohl hochfliegen würde“, sagt der sechsjährige Joshua lachend. Ihm gefällt besonders das – zumindest für kleine Kinder – sehr geräumige Innere des Baumhauses. „Aber eigentlich ist das ganze Haus toll“, sagt er. Der sechsjährige Maximilian ergänzt: „Wir haben Herrn Trapp schon dabei beobachtet, wie er mit Schaufeln angefangen hat zu graben.“ Dabei, sagt die Kita-Leiterin, sei er auch auf Asphalt im Boden gestoßen. „Keine Ahnung, warum der dort ist – aber auch das hat ihn nicht allzulange aufgehalten“, sagt sie.

Der Baum, dieser mächtige nordamerikanische Silberahorn mit seinem dicken Stamm, ist im Inneren des liebevoll gestalteten Baumhauses natürlich das zentrale Element – und verbindet die natürlichen Elemente mit dem, ebenfalls natürlichen, Material, aus dem das Baumhaus gefertigt worden ist. „Wir haben bei der Neugestaltung unseres Außenbereichs das Ziel, alles möglichst naturnah zu gestalten – deswegen gibt es jetzt etwa auch keine Kunststoff-Spielgeräte mehr, die wurden alle abgebaut“, sagt Sylvia Köster. Das solle auch auf längere Sicht noch weiter verfeinert werden – etwa durch Töpfchen und Formen aus Metall statt aus Plastik. „Dafür wollen wir etwa alte Töpfe verwenden – oder als Schaufeln alte Schöpfkellen“, sagt sie.

Jonah ist fünf Jahre alt und sieht vor allem den ganz praktischen Nutzen des neuen Baumhauses. „Wenn es regnet, können wir uns da reinsetzen – und es kommen nur wenige Tropfen zu uns rein. Außerdem haben wir einige Holzstämme, auf die wir uns setzen können“, sagt er. Maximilian ergänzt: „Es gibt auch eine Tafel, auf der wir mit Kreide malen können.“ Dazu gibt es mehrere Fenster – und natürlich die beiden Ein- und Ausgänge. „Rein kommt man über eine Rampe, auf der man auch mit dem Rollstuhl ins Baumhaus kommt“, sagt Joshua. Und auf der anderen Seite ist die Rutsche, über die man auf dem Popo rutschend wieder nach draußen kommen kann. „Die könnte ruhig auch 100 Meter lang sein“, ruft Jonah lachend. Sylvia Köster ist froh, mit Oliver Trapp zusammengearbeitet zu haben. „Ihm liegt nicht nur die Gestaltung am Herzen, sondern auch die Sicherheit – er macht immer noch ein bisschen mehr, als vorgeschrieben ist. Und er war auch während der Bauphase immer mit dem TÜV im Gespräch“, sie.