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Radevormwald: Apotheker leisten viel Aufklärungsarbeit

Corona-Pandemie in Radevormwald : Apotheker werden oft zur Impfung befragt

Die Apotheker in Radevormwald kommen mit ihren Kunden über den Corona-Impfstoff ins Gespräch. Zusammen mit Hausärzten leisten sie Aufklärung.

Apotheker stehen in direktem Kontakt zu den Bürgern und sind diejenigen, die Patienten mit Medikamenten versorgen. Für viele Menschen sind sie ein wichtiger Ansprechpartner und eine Vertrauensperson für Fragen rund um Gesundheit und Vorsorge. Martina Dammüller, Pressesprecherin der Apotheker im Oberbergischen Kreis findet, dass Apotheker einen wichtigen Beitrag in der Aufklärungsarbeit zu dem Corona-Impfstoff leisten. „Wir wollen mit Fakten impfen und so offene Fragen der Bürger klären und Falschmeldungen aus dem Internet unsere fachliche Expertise entgegensetzen“, teilt sie in einer Pressemitteilung mit. Die Fragen der Bürger zu dem neuen Impfstoff betreffen die Sicherheit, den Ablauf der Impfung und auch die Wege, sich zu einer Impfung anzumelden.

Cathrin Schmitz, Inhaberin der Löwen-Apotheke an der Kaiserstraße, wird immer wieder nach ihrer Meinung zu dem Corona-Impfstoff gefragt. „Meine Kunden interessieren sich für meine persönliche Einschätzung und dafür, ob ich mich impfen lassen möchte. Sie fragen mich um Rat“, sagt die Apothekerin. Sie unterstützt den Ansatz der Apothekerkammer und will Aufklärungsarbeit leisten. „Ich finde, das ist unsere Aufgabe. Zusammen mit den Hausärzten können wir Ängste nehmen und die Wichtigkeit der Impfung erklären. Die meisten meiner Kunden sind sehr gut informiert“, sagt Schmitz. Sie betont, dass der Corona-Impfstoff eine große Chance darstellt. „Er ist die Möglichkeit den Weg aus der Pandemie zu finden, sodass wir bald wieder freier leben können.“

Dr. Ralph Bültmann, Inhaber der Bergischen Apotheke und der Fuchs Apotheke, hat in den vergangenen Wochen die Erfahrung gemacht, dass Bürger sich Gedanken über den Zeitpunkt der Impfung machen. „Auf uns kommen ganz praktische Fragen über den Ablauf und den Zeitpunkt einer möglichen Impfung zu“, sagt er.

Impfgegner haben das Gespräch noch nicht mit ihm gesucht, die meisten Kunden sind der Corona-Impfung gegenüber aufgeschlossen. Manche machen sich Sorgen um mögliche Langzeitnebenwirkungen. „Ein Restrisiko besteht bei jeder Impfung. Darauf sollte man auch hinweisen. Die akute Wirksamkeit und Verträglichkeit ist bei dem Corona-Impfstoff gegeben“, sagt Dr. Ralph Bültmann.

In dieser und in der kommenden Woche werden die über 80-jährigen Post vom Landesgesundheitsminister bekommen. Sie sind die nächste Gruppe der Bevölkerung, die geimpft werden soll. „Nur wenn wir genug Menschen von einer Impfung gegen das Corona-Virus überzeugen, werden wir diese Pandemie besiegen, Tote vermeiden und die extreme Einschränkung in unserem Leben hinter uns lassen können“, sagt Martina Dammüller. Sie weist außerdem auf die weiteren Aufgaben hin, die Apotheker in der Pandemie übernehmen. Sie klären nicht nur auf, sondern helfen in Impfteams und bei der Zubereitung der Impfstoffe in den Impfzentren.

Kollegen von Astrid Hermes haben diese Aufgaben bereits in den vergangenen Wochen in Remscheid übernommen. Die Filialleiterin der Bären Apotheke in Radevormwald sieht Apotheker als wichtiges Bindeglied zwischen Hausärzten und Patienten. „Aufklärungsarbeit ist auch unsere Aufgabe. Wir bauen Unwissenheit und Ängste ab“, sagt sie. Im Gespräch mit ihren Kunden werden häufig die Sorgen über Langzeitfolgen laut.

Bei den Apothekern in Radevormwald ist die Impfbereitschaft hoch. Sie wollen sich so schnell wie möglich impfen lassen. Nach den Impfungen in Pflegeheimen nehmen ab Februar die Impfzentren ihre Arbeit auf. Menschen ab 80 Jahren erhalten ein Schreiben mit allen wichtigen Informationen zur Impfung und Terminvereinbarung.