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Radevormwald: Ansiedlung eines Radsportladens scheitert wegen Einzelhandelskonzept

Einzelhandel in Radevormwald : Radsportladen kommt nicht – UWG kritisiert Sortimentsliste

Die Sortimentsliste zum Schutz der Geschäft in der Innenstadt habe ungute Folgen.

Wie viele andere Städte hat Radevormwald ein Einzelhandelskonzept mit einer Sortimentsliste, welche die Geschäfte in der Innenstadt vor Konkurrenz schützen soll. Allerdings gibt es nun kritische Stimmen, die befürchten, dass diese Sortimentsliste die Wirtschaftsförderung behindert.

Armin Barg, Sprecher der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) erklärt dazu: „Seit Wochen wird darüber gesprochen, dass sich ein großer Fahrrad- und Zubehörhändler in Radevormwald ansiedeln möchte.“ Leider zeige sich wieder einmal, dass das gültige Einzelhandelskonzept „fatale Folgen für die unserer städtische Entwicklung“ zeitigen kann.

Bei dem genannten Geschäft handelt es sich um Radsport Nagel, eine Unternehmen mit Hauptsitz in Gummersbach. Für die Niederlassung in Remscheid-Lennep wird ein neuer Standort gesucht. Es sah so aus, als hätte Inhaberin Gisela Nagel in Radevormwald bereits ein geeignetes Gelände gefunden. Es war eigentlich schon alles klar“, hatte Nagel bereits im Januar erklärt. „Sogar die Bodenbeläge waren schon ausgesucht.“ 4000 Quadratmeter sollte die neue Halle haben.

Dann jedoch stellte sich heraus, dass es sich bei den Produkten von Radsport Nagel um ein sogenanntes innenstadtrelevantes Sortiment handelt. Geschäfte, die solche Waren führen, dürfen in Rader Außenbereichen nicht mehr als 700 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Damit sind die Umzugspläne vorerst gescheitert.

Für Armin Barg ist das ein Unding: „Die Ansiedlung eines solch großen Fahrradhandels wird nur positive wirtschaftliche und auch ökologische Vorteile für Radevormwald bringen.“ Radevormwald sei eine international bekannte Fahrradstadt mit einem renommierten Hersteller Bismarckwerk und der Tour der Jugend. Inzwischen habe man mit der „Night on Bike“ erneut eine international renommierte Radsportveranstaltung sowie das Zweirad-Museum der IG Bismarck.

„Die UWG fordert die Verwaltung auf, alles Erforderliche einzuleiten, damit der Ansiedlung nichts mehr im Wege steht“, erklärt Armin Barg.