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Radevormwald: Anke Höller nutzt die Kraft der Natur.

Die Kraft der Kräuter : Mit Kräutern fit für den Frühling

Anke Höller nutzt die Kraft der Natur. Im Frühling muss der Körper entschlackt werden.

Im Winter fehlt es vielen Menschen an Bewegung, die Mahlzeiten sind oft reichhaltiger und die allgemeine Lebensweise ungesünder. Im Frühling klagen die Menschen deswegen über Frühjahrsmüdigkeit, die auch von Stress, Angst und Hektik gefördert wird. „Wir spüren die Frühjahrsmüdigkeit, weil unser Körper noch nicht fit ist. Den Hausputz müssen wir nicht nur auf unser Zuhause, sondern auch auf unseren Körper beziehen“, sagt Anke Höller.

Die Radevormwalderin betreibt das Bergische Kräuterstübchen in der Ortschaft Borbeck und nutzt die Kraft der Kräuter, um das Immunsystem zu stärken und den Körper zu entschlacken. „Die Schlacken und Giftstoffe müssen aus dem Körper. Frühlingskräuter regen den Stoffwechsel an und machen den Körper fit für die nächste Jahreszeit.“

Die Kräuter-Expertin ermutigt alle Menschen die Kraft der Natur zu nutzen und sich im eigenen Garten, in Wäldern und an Wegesrändern auf die Suche nach Kräutern zu machen. „In jeder Region wachsen die Kräuter, die von den Menschen, die in der Region leben, gebraucht werden. Die Natur kennt unsere Bedürfnisse und versorgt uns mit wichtigen Wirkstoffen“, sagt Anke Höller.

Die Möglichkeiten zur Verarbeitung sind vielfältig. Anke Höller streut einige Frühlingskräuter in Salate oder verarbeitet sie zu Tees, Limonaden, Pesto oder Salben. Zu dieser Jahreszeit kocht sie besonders häufig ihren Kräutertee, der das Immunsystem stärkt und aus Holunderblüten, Thymian, Wasserdost, Zistrose, Spitzwegerich und Jiaogulan aufgegossen wird. Alle Kräuter, bis auf Jiaogulan, wachsen im Bergischen Land. Beliebt, auch bei Kindern, ist die Kräuterlimonade aus Giersch, Brennnessel-Blättern, Zitronenmelisse und Pfefferminze. Diesen Kaltauszug gießt Anke Höller mit Apfelsaft oder Mineralwasser auf. „Die Kräuterlimonade ist eine gesunde Alternative zu Zuckerlimonade. Giersch und Brennnessel sind starke Frühlingspflanzen, die unseren Körper entschlacken, blutreinigend wirken und den Stoffwechsel anregen.“ Auch der Huflattich, der zu den ersten blühenden Pflanzen im Frühling zählt, hat heilende Kräfte. Bei der Pflanze wachsen zuerst die Blüten und dann die Blätter. „Huflattich ist ein natürliches Mittel gegen Husten und wird oft mit Löwenzahn verwechselt. Löwenzahn ist aber auch gesund. Die vielen Bitterstoffe unterstützen die Funktion der Galle und der Leber. Auch diese Pflanze kann man komplett mit Stängel essen. Wem die gesamte Pflanze zu bitter ist, kann die Blütenköpfe in den Salat streuen“, sagt Anke Höller. Gut im Salat machen sich auch die Gänseblümchen. Aus ihnen kann man auch Tee gegen Erkältungssymptome kochen oder beruhigende Salben herstellen.

Den Teilnehmern ihrer Kräuterwanderungen stellt Anke Höller es frei, ob sie die frisch gesammelten Kräuter waschen oder nicht. „Das muss jeder selbst entscheiden. Ich sammle meine Kräuter auf naturbelassenen Wiesen oder in meinem eigenen Garten und wasche sie deswegen nicht. Beim Waschen können Mikroorganismen verloren gehen, die unserem Körper helfen.“

Zu den Frühlingskräutern, die Anke Höller schätzt, gehören außerdem das Duftveilchen sowie das Kletten-Labkraut. „Das Duftveilchen hilft bei Erkältungen und löst Schleim. Das Kletten-Labkraut ist jetzt im Frühling noch sehr klein und wird dann immer größer. Es unterstützt unser Lymphsystem und kann auch mit in einen bunten Salat.“

Die Kräuter-Expertin empfiehlt eine große Mischung an Frühlingskräutern zu sich zu nehmen und Heilpflanzen zur Unterstützung des Körpers zu nutzen.