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Radevormwald: Anglerin (40) erhält Geldstrafe für Ecstasy-Besitz

Wermelskirchenerin in Radevormwald mit Drogen erwischt : Anglerin (40) erhält Geldstrafe für Ecstasy-Besitz

Ob die Anglerin nun zwei oder sieben Tabletten der Droge besessen hatte, war für das Urteil nicht relevant. Der Staatsanwalt forderte eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 20 Euro, also 600 Euro.

Der Angelsport wird ja allgemein als sehr entspannend beschrieben. Warum eine 40-jährige Anglerin aus Wermelskirchen sieben Ecstasy-Tabletten bei sich hatte, blieb auch bei der Strafverhandlung am Wipperfürther Amtsgericht ungeklärt. Die Frau wurde im Juni 2020 gegen 23 Uhr in Radevormwald von der Polizei überprüft. Die Beamten fanden bei ihr insgesamt sieben Pillen der Designerdroge, die teilweise einzeln verpackt waren.

„Meine Mandantin hatte nur zwei grüne Tabletten bei sich, alles andere waren Mittel zur Stimulanz-Förderung“, gab der Verteidiger eine Erklärung ab. Die Angeklagte selbst fügte hinzu: „Ich habe immer Perenterol und Ibuprofen dabei. Das Ecstasy war schon uralt, und ich hätte es schon längst entsorgen sollen. Ich nehme selber keine Drogen.“

Der Richter verwies auf den positiven MDMA-Test, der gezeigt hatte, dass auch an den anderen Pillen und Aufbewahrungsdosen Spuren des Ecstasy-Wirkstoffs vorhanden waren. „Was haben Sie denn dafür bezahlt?“ wollte der Richter wissen. „Die habe ich mal auf einem Fest bekommen und sind bestimmt schon acht Jahre alt“, versicherte die Angeklagte.

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Ob die Anglerin nun zwei oder sieben Tabletten der Droge besessen hatte, war für das Urteil nicht relevant. Der Staatsanwalt forderte eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 20 Euro, also 600 Euro. Dass die Angeklagte geständig war und keine Vorstrafen hatte, wertete er strafmildernd. Dem Antrag schloss sich der Richter in seinem Urteil an. „Sie haben die Tat auch schon bei der Durchsuchung der Polizei vor Ort eingeräumt“, sagte er.

Da die alleinerziehende Mutter gerade eine neue Teilzeitstelle angetreten hatte, gab ihr der Staatsanwalt einen guten Rat mit auf den Weg: „Sollte es noch einmal zu einer Straftat mit Betäubungsmitteln kommen, so wird es in ihrem Führungszeugnis stehen, was für Sie auch wichtig ist im Hinblick auf ihre Arbeitsstelle und ihre Tochter.“ Die 40-Jährige bedankte sich für die Warnung und nahm das Urteil an.