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Radevormwald: „aktiv55plus ist Vorbild für ganz NRW“

Landtagsabgeordnete zu Besuch in Radevormwald : „aktiv55plus ist ein Vorbild für ganz NRW“

Die SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf und Josef Neumann überzeugen sich vor Ort am Schlossmacherplatz von der Arbeit des Vereins und lobten den Einsatz der Mitarbeiter.

Die Arbeit des Trägervereins „aktiv55plus“ erfolgt oft im Hintergrund, ist somit meist niederschwellig, aber äußerst effektiv und gezielt für die Menschen, die die Hilfe wirklich benötigen. Auch die SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf und Josef Neumann finden, dass dieser Ansatz zu einem Leuchtturm für andere Städte in NRW werden könnte. Die beiden bergischen Abgeordneten trafen sich jetzt mit Koordinatorin Kyra Springer sowie mit dem langjährigen Vorsitzenden Dr. Reinhold Hikl und Ines Grunewald, Geschäftsführerin des Radevormwalder Sana-Krankenhauses, das sich seit vielen Jahren mit am Projekt beteiligt, zu einem Austausch in Radevormwald.

Seit seiner Gründung 2004 trage der Verein „aktiv55plus“ durch seine vielseitigen niederschwelligen Angebote erfolgreich dazu bei, die Lebensqualität älterer Menschen in Radevormwald enorm zu verbessern, heißt es in einer Pressemitteilung von Sven Wolf. „aktiv55plus“ habe sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Gesundheit und die individuelle Lebensqualität der Über-55-Jährigen zu fördern, zu festigen und zu sichern. Hierzu setze der Verein auf eine breite Palette gezielt niederschwelliger Angebote. Ein wesentliches Element seien die aktivierenden Hausbesuche. Hinzu kämen individuelle Beratungsangebote und eine enge Vernetzung mit zahlreichen Akteuren in der Stadt.

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„Ein Blick in den Netzwerkkalender des Vereins zeigt, wie breit aktiv55plus aufgestellt ist und wie fest der Verein in der Stadt verankert ist. Das alles steht und fällt mit den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. Es beeindruckt mich immer wieder, wie Frau Springer und ihr Team es schaffen, das alles zu koordinieren“, sagte Sven Wolf.

Über die Etablierung seiner Arbeit als Regelleistung freue sich der Verein sehr. Allerdings wünschen sich die Akteure, dass ihre jahrelange Erfahrung auch in eine breitere Umsetzung über Radevormwald hinaus einfließt. „Gerade das Gefühl von Einsamkeit und Isolation im Alter begegnet uns leider oft. In Radevormwald erleben wir jeden Tag, wie man mit einfachen Mitteln etwas dagegen tun und zu einer aktiven Teilhabe im Alter beitragen kann. Wir bedienen damit ein Bedürfnis, das nicht nur in Radevormwald sehr viele Menschen haben“, sagte Kyra Springer.

Auch der Gesundheitsexperte der SPD-Landtagsfraktion, Josef Neumann, ist vom enormen Potenzial eines aktivierenden und niederschwelligen Ansatzes überzeugt. „Viele der Aufgaben von aktiv55plus haben früher vielerorts sogenannte Gemeindeschwestern übernommen. Wir wollen diesen bewährten Ansatz wieder aufgreifen und für die Herausforderungen unserer Zeit weiterentwickeln“, sagte er.

In Radevormwald habe man den Glücksfall, auf jahrelange Praxiserfahrung zurückgreifen zu können. „Dieses Wissen sollten wir unbedingt nutzen und versuchen, es auch in andere Kommunen zu übertragen“, sagte Neumann.