1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Radevormwald aktiv55plus hilft auch in der Krise

Hilfsangebote in Radevormwald : aktiv55plus hilft auch in der Krise

Pflege- und Seniorenberatung ist in diesen schwierigen Zeiten gewährleistet. Trägerverein ruft inzwischen die Senioren auch an, um sich einfach mal auszutauschen.

Der Trägerverein „aktiv55plus“ setzt seine Pflege- und Seniorenberatung auch während der Corona-Krise in Radevormwald fort. Das Team um Kyra Springer, Koordinatorin des Trägervereins, ist jetzt besonders gut telefonisch und mit vorheriger Terminvereinbarung erreichbar. Hausbesuche werden nur in Ausnahmen gemacht. „Die Bürger in Radevormwald sollen wissen, dass wir weiterhin beraten und ihnen mit unserer Hilfe zur Seite stehen. Wir halten unsere Angebote aufrecht, auch wenn wir uns in einer globalen Krise befinden“, sagt Kyra Springer.

Der Trägerverein führt für die Stadt Radevormwald unter anderem die Pflegeberatungen durch und kann Termine dank eines guten Hygienekonzeptes anbieten. „Pflegeberatungen sind wichtig und müssen weiter gewährleistet sein. Wir haben Trennwände und sind mit Masken ausgestattet, so dass Beratungen am besten im Haus Hürxthal stattfinden können.“ Kyra Springer und ihre Mitarbeiter haben die Hausbesuche seit Beginn der Pandemie zurückgefahren. „Gutachten zur Heimnotwendigkeit schreiben wir deswegen im Moment auf der Basis der Aktenlage und ausführlichen Telefonaten. Wir gehen nur in Ausnahmefällen in die Heime.“

Sozialamtsleiter Volker Grossmann steht im Kontakt mit dem Trägerverein und findet es wichtig, so viele Angebote wie möglich aufrechtzuerhalten. „Über die Gespräche mit den Senioren stoßen wir oft auf neue Themen, die unser Angebot erweitern“, sagt er.

In der Corona-Krise geht aktiv55plus aktiver auf die Senioren zu und ruft sie regelmäßig an. Die Klienten hat der Verein mit einem Ampelsystem eingeteilt. Menschen, die alleine leben und viel Unterstützung brauchen, werden häufiger angerufen. Dafür wurde der Telefonservice „Einfach mal reden“ eingerichtet, der jeden Montag von Ehrenamtlern zwischen 10 und 13 Uhr angeboten wird. Mit dem DRK Ortsverband Radevormwald, dem Seniorenbeirat und der Lutherischen Kirchengemeinde ermöglicht aktiv55plus den telefonischen Austausch. Senioren können über ihre Gedanken, Ängste und Wünsche sprechen. Wer nicht angerufen wird, kann den Dienst unter 02195 606155 in Anspruch nehmen.

Weiter geht auch die Selbsthilfegruppe für An- und Zugehörige von Menschen mit Demenz, die sich zum nächsten Mal am 17. November um 17 Uhr im Haus Hürxthal trifft. „Diese Selbsthilfegruppe ist sehr wichtig, weil die Menschen Unterstützung und den Austausch brauchen. In Absprache mit dem Ordnungsamt konnten wir gewährleisten, dass die Gruppe sich weiterhin treffen kann“, sagt Volker Grossmann.

Der Reparaturtreff und die Handysprechstunde fallen im November aus. Die Rader Hilfsbörse läuft weiterhin, der Einkaufsdienst kann in Anspruch genommen werden. In den Wupperorten kümmert sich der Jugendtreff „Life“ (Tel. 02191 5929540) um den Einkaufsdienst, im Stadtgebiet ist aktiv55plus (Tel. 02195 9277353) der Ansprechpartner. „Senioren, die eine Frage haben, können sich immer bei uns melden“, sagt Koordinatorin Kyra Springer.