Radevormwald: Aktion "Pakete fürs Leben" startet wieder im November

Hilfsaktion in Radevormwald : Jetzt „Pakete fürs Leben“ schnüren

Die Hilfsaktion „Pakete zum Leben“ hat in der evangelischen Gemeinde Grafweg Tradition. Sie wächst von Jahr zu Jahr.

Die Aktion „Pakete zum Leben“ stößt seit Jahren in Radevormwald auf große Resonanz. Vor Ort initiiert von der Freien evangelischen Gemeinde Grafweg, findet diese Hilfsaktion für Menschen in Südosteuropa auch in diesem Jahr statt. Andere Gemeinden in Radevormwald unterstützen „Pakete fürs Leben“, indem sie die Gläubigen aufrufen, sich zu beteiligen und Ausgabe-, Sammel- und Informationsstellen zur Verfügung stellen. Die Aktion findet vom 1. bis 30. November statt. Sie findet im Zuge einer großen jährlichen Aktion der Auslands- und Katastrophenhilfe des Bundes freier Evangelischer Gemeinden statt. Die Radevormwalder sind dabei vorbildlich. „Keine andere Gemeinde in Deutschland konnte einen so großen Erfolg erzielen“, lobte im vergangenen Jahr Pastor Jost Stahlschmidt, Leiter der Auslandshilfe der Freien evangelischen Gemeinden.

Aus transport- und zolltechnischen Gründen müssen alle Pakete den gleichen Inhalt und eine einheitliche Größe haben (siehe dazu den Infokasten). An den bekannten Stellen können passende Kartons abgeholt und abgegeben werden. Auch eine Abholung durch Helfer ist möglich.

Im vergangenen Jahr gelang den Organisatoren in Radevormwald, die Marke von 1500 Paketen zu übertreffen. Am Ende wurden 1583 Pakete gezählt. Etwa die Hälfte davon wurde von einzelnen Personen, aber auch von Gruppen und Schulklassen gepackt. Die andere Hälfte, 800 Stück, wurde in einer großen Gemeinschaftsaktion von etwa 35 Personen, darunter viele Migranten, an einem Abend gepackt. Zum Vergleich: Im Jahr 2002, als die Aktion zum ersten Mal in Radevormwald gestartet wurde, kamen „nur“ 700 Pakete zusammen – doch jedes Paket hilft und bereitet den Menschen vor Ort Freude.

Auch wenn Krisen mit ethnischen Konflikten und politischer Instabilität auf dem Balkan zum Glück größtenteils der Vergangenheit angehören, ist die Situation vieler Menschen in der Region immer noch sehr schlecht, und eine Änderung ist nicht in Sicht. Lebensmittel sind oft drei bis vierfach teurer als in Deutschland, eine soziale Sicherung wie hierzulande gibt es kaum. Für manche Menschen sind die Pakete tatsächlich lebensnotwendig.

„Die Pakete werden in den Kosovo, nach Albanien, Rumänien und auch in Teile von Griechenland geschickt“, sagte Karin Mosner von der Freien Evangelischen Gemeinde Grafweg. „Vor Ort gibt es Kontakte zu Gemeinden, die dafür sorgen, dass die Pakete auch wirklich an die Bedürftigen verteilt werden.“ Die Kosten für ein Paket betragen neun bis zehn Euro. „Für manche Menschen, vor allem im höheren Alter, ist es schwer, die Pakete selber zu packen. Diese spenden dann das Geld, und wir packen mit der Unterstützung von freiwilligen Helfern diese Pakete.“

Zwar beginnt die bundesweite Aktion offiziell erst am 1. November, doch schon ab kommenden Freitag, 25. Oktober, können die Paketkartons an den bekannten Stellen abgeholt werden.

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