Radevormwald: Adventsmarkt in den Wupperorte bei klirrender Kälte

Wupperorte in Radevormwald : Adventsmarkt findet bei klirrender Kälte statt

Der Markt in Vogelsmühle war gut besucht. Am Sonntag kam sogar der Nikolaus – dieses Mal steckte jemand Neues hinter dem Bart.

Bei klirrender Kälte und trockener Luft kamen am Wochenende viele Bewohner der Wupperorte, aber auch aus den anderen Teilen Radevormwalds, zu dem Weihnachtsmarkt in Vogelsmühle. Der traditionelle Adventsmarkt, der federführend durch den Bürgerverein für die Wupperorte und die Kolpingfamilie Vogelsmühle organisiert wird, ist der Startschuss für die Weihnachtssaison.

Engagierte Vereine aus der Nachbarschaft machen den kleinen und sehr gemütlichen Weihnachtsmarkt jedes Jahr zu etwas ganz Besonderem. Nach der feierlichen Eröffnung am Samstagnachmittag mit der Unterstützung des Posaunenchors Remlingrade, füllte sich der Platz hinter dem Gemeindehaus. Dort hatten mehrere Vereine ihre Stände aufgebaut, die einen wohligen Duft über das Tal der Wupper legten. Die Mitglieder des Fußballvereins Tuspo Dahlhausen verkauften Bratwurst und Pommes, die Kameraden der Feuerwehr Remlingrade Grünkohleintopf mit Mettwurst und Feuerzangenbowle und die katholische Jugend eine Vielzahl an warmen und kalten Getränken. Die Mütter des Fördervereins des Kindergartens „Wuppermäuse“ wechselten sich am Wochenende ab und verkauften Crepes. „Das ist für uns eine Premiere. Normalerweise verkauften wir immer türkische Pizza“, sagt Nicole Redok, die Vorsitzende des Fördervereins. Mit den Einnahmen des Weihnachtsmarktes stemmt der Förderverein Anschaffungen für den Kindergarten. „Wir ersetzen Spielzeug, das kaputt gegangen ist oder ermöglichen den Kindern einen Ausflug in den Zoo“, sagt die Mutter. Ähnlich macht das der Förderverein der Grundschule Wupper. Obwohl der Kreis von aktiven Mitgliedern klein ist, hat der Förderverein für den Weihnachtszauber in Vogelsmühle eine große Tombola auf die Beine gestellt. „Jedes Los gehört zu einem Gewinn. Der Förderverein kümmert sich um Sonderanschaffungen. Dieses Jahr haben wir zum Beispiel eine Couch für die Aula gekauft und die Schulplaner angeschafft“, sagt Tanja Lorenz, die sich als Vorsitzende des Fördervereins um die Organisation kümmert. Unterstützt wurde sie am Samstag von ihrer Mutter und drei weiteren aktiven Mitgliedern des Vereins.
Direkt neben der Tombola machte die freie evangelische Gemeinde Dahlerau auf die Spendenaktion „Pakete zum Leben“ aufmerksam, die in Radevormwald jedes Jahr sehr gut angenommen wird.
Während sich die Besucher des Weihnachtsmarktes draußen an Punsch und Grünkohl wärmten, war es innerhalb des Vereinsheims kuschelig warm. In den Räumen der Kolpingfamilie duftete es nach frischen Waffeln, die von den Mitgliedern des DRK Dahlhausen gebacken wurden. Ein riesiges Kuchenbuffet bot der Förderverein von „Haus Thiele“ an. Die Unterstützer des Seniorenwohnzentrums hatten fleißig gebacken. Die Einnahmen der Kolpingfamilie werden in diesem Jahr an den Radevormwalder Mittagstisch und an das Kinderhospiz Burgholz gespendet. Monika Fitzke und Marlies Dijaschtuk verkauften am Wochenende die Handarbeiten, die sie im Verlauf des Jahres angefertigt haben. „Das machen wir immer zu zweit und hoffen viele Einnahmen für den guten Zweck zu machen“, sagt Marlies Dijaschtuk von der Kolpingfamilie.
 Armin Barg, Vorstandsmitglied des Bürgervereins für die Wupper, konnte aus gesundheitlichen Gründenin diesem Jahr nicht die Rolle des Nikolaus übernehmen, aber das soll sich im nächsten Jahr wieder ändern. „Für 2020 müssen wir eh umdenken, auch im Bezug auf unseren Standort“, sagt er. Weil das Gemeindehaus in Vogelsmühle zu einem Ärztehaus umgebaut werden soll, wird der Weihnachtsmarkt voraussichtlich an den Siedlungsweg oder vor das Gemeindehaus in Herkingrade umziehen. Dieses Jahr schlüpfte ersatzweise Yannik Stank in das Nikolaus-Kostüm, um den Weihnachtszauber an der Wupper perfekt zu machen.