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Radevormwald: Abriss der Häuser an der Nordstraße geht weiter

Innenstadt von Radevormwald : Abriss an der Nordstraße geht weiter

Die Abrissarbeiten an der Nordstraße werden am 4. August endlich fortgesetzt. Die Baustelle ruht seit dem Winter, nachdem der Vertrag mit dem ursprünglich beauftragten Unternehmen gekündigt worden war.

Das Ausschreibungsverfahren der Stadt Radevormwald für die Abrissarbeiten an der Nordstraße war erfolgreich. Ab dem 4. August geht es auf der Baustelle des künftigen „WohnZimmers“ endlich weiter. „Mitarbeiter des Unternehmens Wilhelm Knepper GmbH aus Lippstadt werden in der kommenden Woche mit den weiteren Abrissarbeiten an den städtischen Häusern Nordstraße beginnen“ teilt Bürgermeister Johannes Mans in einer Pressemitteilung mit.

Die Arbeiten an der Nordstraße waren, nachdem sie Anfang September vergangenen Jahres aufgenommen wurden, schnell zum Erliegen gekommen und wurden nach einigen Wochen mehrfach unterbrochen. Das Unternehmen, das mit dem Abriss der drei Häuser beauftragt war, ist in diesem Jahr nicht mehr auf der Baustelle erschienen. Vertreter der Bezirksregierung Köln und der Berufsgenossenschaft hatten dem Abrissunternehmen Auflagen erteilt, nachdem die Baustelle nach einem Verstoß stillgelegt wurde. „Nach Fristsetzung war die Stadt im Frühjahr von dem Vertrag zurückgetreten. Die Folge war ein neues Ausschreibungsverfahren über die restlichen Arbeiten, das jetzt erfolgreich abgeschlossen worden ist“, teilt die Stadtverwaltung mit.

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Es gibt bereits einen ersten Ablaufplan, wie die Arbeiten auf der Baustelle fortgeführt werden sollen. „In den ersten Tagen werden die Mitarbeiter des neuen Unternehmens die Baustelle an der Nordstraße einrichten und mit ersten Vorarbeiten beginnen“, sagt Ulrich Dippel, der Leiter des Technischen Bauamtes im Rathaus. Bei einem ersten Ortstermin am Mittwoch sind die einzelnen Arbeitsschritte besprochen worden. Bis zum 4. August will das Unternehmen Details zum Bauzeitplan und Abbruchkonzept mitteilen. Für die Öffentlichkeit sichtbar werden die weiteren Abrissarbeiten voraussichtlich in der Woche ab dem 9. August.

Der Bauleiter des ausführenden Unternehmens habe bei dem Termin vor Ort außerdem mitgeteilt, dass er schon einmal in Radevormwald tätig war und die Abrissarbeiten an den Häusern an der Burgstraße begleitet hat. Im Anschluss war das Wohnhaus neben der Lutherischen Kirche und gegenüber von Haus Burgstraße 8 entstanden.

Geplant ist, dass die Baustelle Ende November oder Anfang Dezember durch das Unternehmen Wilhelm Knepper GmbH aus Lippstadt an die Stadt übergeben wird. „Nach jetzigem Stand liegen wir weiterhin in unserer internen Kostenschätzung“, sagt Ulrich Dippel. Betreut werden die Arbeiten von der Fachabteilung für Gebäudewirtschaft im Rathaus. Die Planungen für den Neubau der Stadt sollen in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. In der neuen Ausschreibung werden neben den technischen Details auch auf folgende Tatsachen hingewiesen: „Im Haus Nordstraße 6 sind freigelegte historische Fachwerkkonstruktionen aus der Bauzeit zu sehen, die im Zuge der Rückbaumaßnahmen zu schützen und sicherzustellen sind. Sie sollen für Zwecke des Heimatvereins aufgehoben werden.“

An der Nordstraße soll das neue „WohnZimmer“ der Rader Innenstadt entstehen, das unter anderem der neue Standort des Jugendamtes werden soll. Außerdem soll der Neubau ein Ort sein, an dem sich Vereine treffen können.

Für die Bürger der Stadt ist die Wiederaufnahme der Baustelle eine positive Nachricht. Die ruhende Baustelle hat in den vergangenen Monaten zu viel Unverständnis geführt. Eigentlich sollten die Häuser an der Nordstraße bereits Ende 2020 komplett abgerissen sein. Von vielen Radevormwaldern wird die Nordstraße als „Schandfleck“ der Innenstadt bezeichnet. Umso besser, dass es jetzt, nach einem enormen Zeitverlust, weitergeht.