1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Radevormwald: 324 Teilnehmer erleben Ferienspaß

Sommerferien-Angebot in Radevormwald : 324 Teilnehmer erleben Ferienspaß

Das Jugendamt zieht ein positives Fazit nach 82 Aktionen in sechs Wochen Sommerferien. Es gab deutlich mehr Kinder und Jugendliche als 2020, die die Angebote wahrgenommen haben.

Thomas Thoene ist zufrieden. Der Mitarbeiter des Jugendamtes blickt positiv auf die sechs Wochen Sommerferien zurück, die in Radevormwald durch den Ferienspaß gestaltet wurden. Das Angebot des Jugendamtes wurde sehr gut angenommen – sogar besser als im Sommer 2020: Insgesamt haben 324 Teilnehmer an den 82 Aktionen teilgenommen. Darunter gab es 279 Kinder, aber auch Erwachsene, die sich an den Familienangeboten beteiligt haben.

Thomas Thoene hat selber viele Aktionen begleitet und erlebt, wie die Kinder die Zeit unter Gleichaltrigen genossen haben. „Die Kinder waren erleichtert, wieder soziale Kontakte zu pflegen und sich zu bewegen – egal ob mit ihrem Körper, den Händen oder mit ihrem Geist“, sagt der Mitarbeiter des Jugendamtes. Er hat nicht nur aktive Kinder kennengelernt, sondern auch engagierte Helfer, die Veranstaltungen trotz erschwerter Bedingungen möglich gemacht haben.

Die Sommerferien waren nämlich nicht nur durch verschärfte Corona-Regeln bestimmt, sondern auch durch viel Regen und sogar Hochwasser. „Bei der Familienfahrt auf den Draisinen hat es stark geregnet, aber der Verein hat das Angebot durchgezogen, und alle waren begeistert. Das war ziemlich verrückt, aber im positiven Sinne.“

  • PKW und LKW im Rückreiseverkehr auf
    Auch wegen Hochwasser-Katastrophe : Deutlich mehr Stau in NRW in den Sommerferien als im Vorjahr
  • Deutlich mehr Betrieb am Flughafen als
    Flugreisen in Düsseldorf : So liefen die Ferien für den Flughafen
  • Im Unterschied zur Römertherme war das
    Schwache Bilanz in Dormagen : Wetter sorgte für weniger Andrang in Schwimmbädern

Thomas Thoene bestätigt, dass der Ferienspaß in Radevormwald nicht an Interesse verloren hat und zu den Ereignissen im Jahr zählt, auf die Familien und Kinder hin fiebern. „Dieser Zusammenhalt ist einzigartig und funktioniert nur in einer Kleinstadt. In Köln gibt es zum Beispiel mehr Angebote, aber die Atmosphäre ist eine andere. Die Stimmung um den Ferienspaß ist in Radevormwald so gut wie immer.“ Auch die Corona-Pandemie konnte diese Stimmung nicht trüben.

Zum zweiten Mal ist es den Mitarbeitern des Jugendamtes gelungen, einen Ferienspaß mitten in einer Pandemie zu organisieren. Während die Corona-Regeln in den Sommerferien 2020 stark gelockert worden waren, musste dieses Jahr jedes Kind ein negativ Testergebnis mitbringen, um eine Veranstaltung besuchen zu können. „Die Corona-Regeln waren diesen Sommer deutlich strenger. Aber alle Teilnehmer sind diszipliniert damit umgegangen und haben immer an ihren Schnelltest gedacht.“ Für Kinder sei es natürlich nicht schön, wenn sie erst etwas Unangenehmes, wie einen Test machen müssen, um etwas Angenehmes zu erleben.

Die Organisation ist Thomas Thoene und Britta Hallek, die sich federführend um das Programm gekümmert haben, trotzdem gut gelungen. Über 50 Prozent aller Angebote wurden in diesem Jahr von dem Jugendamt umgesetzt. Vereine haben sich aufgrund der Pandemie zurückgehalten. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Resonanz von Vereinen im Sommer 2022 wieder größer ausfällt. „Wir beginnen im Februar damit, die Vereine anzuschreiben und stocken das Programm dann mit eigenen Ideen auf. Dabei achten wir darauf, keine direkten Konkurrenzveranstaltungen zu planen“, sagt Thomas Thoene.

Dass der traditionelle Flohmarkt zum Ferienende zum zweiten Mal ausfallen musste, findet das gesamte Team schade. Auch die Kinder aus Radevormwald vermissen das Angebot. „Wir hoffen, dass wir im nächsten Sommer wieder einen Flohmarkt organisieren können. Diese Tradition wollen wir, sobald es die Pandemie zulässt, weiterführen.“

Zur Ferienspaß-Tradition gehören außerdem Aktionen wie die Batmans-Night am Uelfebad sowie die Stadtrallye des Heimatmuseums. Neu war in diesem Jahr das Sportangebot des Rader Turnvereins auf dem Sportplatz auf der Brede, das gut angenommen wurde. Insgesamt verzeichnete der Ferienspaß in diesem Sommer 1200 Buchungen. Damit besuchte jeder Teilnehmer durchschnittlich drei Veranstaltungen. Die meisten Kinder waren zwischen sieben und zwölf Jahren alt, die Verteilung der Geschlechter war ausgewogen.