Radevormwald: Radeln auf Schienen

Radevormwald: Radeln auf Schienen

Für "Wuppertrail" beginnt wahrscheinlich am 1. Mai die neue Draisinen-Saison. Buchungen sind deshalb auch erst in den nächsten Tagen bei Nico Bogdanovic und Torsten Kaya möglich. Das Telefon wird heute geschaltet.

Sie waren im vergangenen Jahr eine Attraktion, sie sollen es auch in diesem Frühjahr und Sommer wieder werden: die Draisinen-Touren. Allerdings soll es eine gravierende Veränderung geben. Die Touren sollen pünktlich beginnen und die Termine zuverlässig eingehalten werden.

"Wir starten wahrscheinlich ab 1. Mai mit unseren Angeboten", sagen Nico Bogdanovic und Torsten Kaya. Zusammen mit Ingo Vogelsang möchte das Trio das Projekt "Draisine" unter dem bekannten Vereinsnamen "Wuppertrail" stemmen. Unterwegs sein können die Fahrrad-Draisinen jeweils an den Wochenenden von freitags bis sonntags. An allen drei Tagen gibt es jeweils zwei Touren. Start- und Zielpunkt ist in diesem Jahr ausschließlich der Bahnhof der "Wupperschiene" in Dahlhausen. 2009 starteten Touren auch noch in Wuppertal-Beyenburg. An jedem zweiten Sonntag im Monat wird auch das Wülfingmuseum in Dahlerau mit eingebunden.

Bald Tüv-Abnahme

Anlaufprobleme des vergangenen Jahres sollen nach einem Personalwechsel jetzt der Vergangenheit angehören. "Deshalb haben wir auch noch keine Buchungen bestätigt", sagt Nico Bogdanovic. Derzeit läuft das Eintragungsverfahren ins Vereinsregister, auch müssen die Fahrrad-Draisinen, die am Bahnhof Dahlhausen beheimatet sind, noch gewartet und vom TÜV abgenommen werden.

"Unser erster Schritt ist die Überprüfung der Fahrzeuge und deren Wartung. Der zweite Schritt ist nach der Reparatur die Genehmigung zum Betrieb der Fahrzeuge", sagt Bogdanovic. Mit diesen technischen Vorbereitungen haben die Vereinsmitglieder am Wochenende begonnen. Nach einer Überprüfung werden beim Hersteller die Ersatzteile geordert. Bis zum 1. Mai sollen die Mitarbeiter geschult sein, die die Fahrzeuge auf den bis zu 15 Kilometer langen Touren begleiten. Per Handy können die Gäste bei unvorhersehbaren Schwierigkeiten mit einem weiteren Vereinsmitglied von "Wuppertrail" in Verbindung treten.

Unterstützung zugesagt

Unterstützung erhält der Verein "Wuppertrail" von der Rhein-Sieg-Eisenbahn (Träger der Eisenbahnerlaubnis), von der Wupperschiene aus Dahlhausen, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt durch den Kontakt von Hartmut Behrensmeier zu Wupperschienen-Vorstandsmitglied Jochen Kersting, dem Bergischen Ring und der Bergischen Entwicklungsgesellschaft.

"Ein Draisinenbetrieb bedarf vieler Genehmigungen, es ist ein Eisenbahnfahrbetrieb", erklärt Torsten Kaya, und hofft, bis Ende April alle Genehmigungen zu haben. Die Draisinen-Fahrten sollen mit dazu beitragen, das neue Tourismus- und Marketingkonzept für das "Obere Tal der Wupper" mit Leben zu füllen. Bei zwei Terminen im Wülfingmuseum im Januar und Februar ist auch das Thema "Draisine" angesprochen worden.

(RP)