Ansichtssache: Rade muss sich über Parkplätze Gedanken machen

Ansichtssache: Rade muss sich über Parkplätze Gedanken machen

Die Baustelle an der Carl-Diem-Straße hat die Probleme der Bewohner der Nordstadt wieder einmal offengelegt. Dort gibt es einfach zu wenig Parkplätze. Nicht nur, wenn wie in diesen Tagen dort gebaut wird.

Die Organisatoren von Werbegemeinschaft "Rade lebt", Stadtkulturverband, Stadtsportverband und Wirtschaftsförderungsgesellschaft haben in dieser Woche das bewährte Konzept zum "Stadtfest" am Muttertagswochenende (10. bis 13. Mai) vorgestellt. Sollte das Wetter einigermaßen mitspielen, wird der Bereich von der Lindenstraße bis zur Poststraße wieder zur Festmeile.

Das Stadtfest ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Zusammenarbeit der Akteure Früchte getragen hat und nicht jeder das Rad neu erfinden muss. Mit dem Fest zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr vom 30. Mai bis zum 3. Juni und dem Heimat- und Schützenfest vom 8. bis zum 11. Juni präsentiert die Stadt vor der Fußball-Weltmeisterschaft ein Frühjahrsprogramm, das sich für eine Kleinstadt sehen lassen kann. Wie immer im Bergischen: Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Das Theodor-Heus-Gymnasium war in dieser Woche mehrfach ein Thema. Mit "Radio" als Wahlfach und dem Austausch mit Schweden kann das Profil gestärkt werden, für die Einrichtung neuer Räume bleibt nach der Umstellung auf neun Jahre bis zum Abitur noch ein wenig Zeit. An dieser Stelle sei auf die Sitzung des Schulausschusses am 16. April verwiesen. Dann sollen das neue Raumkonzept fürs Schulzentrum und der Schulentwicklungsplan vorgestellt werden. Bleibt zu hoffen, dass die Schule die zeitweiligen Unterrichtsausfälle in nächster Zeit in den Griff bekommt. Dies gilt besonders in der Oberstufe, weil sonst die Schüler eines Tages weglaufen und an andere Schulen ausweichen.

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Gedanken machen müssen sich Stadt und Verwaltung über die Parksituation in der Stadt. Wer regelmäßig durch die Nordstadt fährt, erkennt den Mangel sofort. Da werden sicherlich auch einmal unkonventionelle Schritte überlegt werden müssen. Ein Platz pro Wohnung ist schon seit vielen Jahren nicht mehr realistisch. Da aber auch der Öffentliche Personennahverkehr auf absehbare für die Radevormwalder keine Hilfe anbietet, wird die Zahl der Pkw in nächster Zeit nicht abnehmen. In der Nordstadt wird man die Lösung wohl nur mit den Bewohnern finden können. Grünflächen müssten zu Parkflächen umgewandelt werden (dürfen). Das Thema könnte für die Politiker zu einem interessanten Wahlkampfthema werden. Wer eine Idee hat, der dürfte Vorteile für sich verbuchen können.

Dazu gehört auch die neue Idee der UWG. Um Flächen auszuweisen, wurden Parkplätze bis vor einiger Zeit ziemlich eng ausgewiesen. Das ist ebenfalls nicht mehr realistisch. Die Idee der UWG-Fraktion ist deshalb ein richtiger Ansatz. An der Realität kommen auch Stadtplaner nicht vorbei. Schon jetzt werden drei Plätze oft nur von zwei Fahrern genutzt: Nicht aus Boshaftigkeit, sondern wegen der Breite des Fahrzeugs, aus Angst vor einer Beschädigung des Nachbarfahrzeugs oder körperlicher Einschränkungen, die jeden treffen können. Der Respekt davor ist auch eine Form von Solidarität.

(RP)
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